Werdohler Straße – In eineinhalb Wochen freie Fahrt

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Blick von einer Schrottimmobilie zur nächsten. Das Haus Werdohler Straße 55 ist Geschichte.

Altena -  Viel ist nicht mehr übrig vom Haus Werdohler Straße 55. Die Immobilie wird seit Pfingsten im Auftrag der Stadt Altena abgerissen.

Während die Arbeiten in den ersten Tagen sehr schnell gingen – innerhalb von drei Arbeitstagen waren die gröbsten Mauern weg –, müssen die Mitarbeiter der Firma Bodo Freimuth aus dem Ort Bülkau in der Nähe von Cuxhaven sich jetzt eher zeitraubenden Einzelheiten widmen: Sortieren ist angesagt. Wenn in früheren Jahren die Überreste einer solchen Immobilie weitgehend komplett auf einer Bauschuttdeponie landeten, so ist jetzt eine sortenreine Aufbereitung der anfallenden Rückstände gefragt. Mineralisches, also Gesteinsmaterial, wird getrennt von Holz, wiederum als eigene Fraktion werden Metalle aussortiert, aber auch Pappen, Schadstoffe und schließlich gewöhnlicher Müll landen auf getrennten Haufen.

Und es war von allem reichlich vorhanden. Allein 20 Container von je 20 Kubikmeter Fassungsvermögen wurden mit Holz gefüllt, berichtet einer der Mitarbeiter vor Ort. Es stammte aus den Decken, aber auch aus den Ständerwerkmauern, weiß Stadtplaner Roland Balkenhol. Er musste vor der Ausschreibung der Abbrucharbeiten sogar ein eigenes Abrissgutachten anfordern. „ Nur dann ist man bei einer Ausschreibung auf der sicheren Seite.“ Teilweise befanden sich auch noch Einrichtungsgegegenstände in den Zimmern. Allein zwei Container füllten sich mit Müll. „Schätze haben wir keine gefunden“, scherzt einer der Arbeiter.

Der Verkehr auf der Werdohler Straße läuft nach einer kurzen Vollsperrung in der ersten heißen Phase des Abrisses ampelgesteuert einspurig an der entstandenen Engstelle vorbei. Jetzt aber zeichnet sich langsam, aber sicher, eine Ende der Arbeiten ab. „Es geht voran“ heißt es auf der Baustelle.

Die kommende Woche werde man zwar noch komplett benötigen, jedoch will man dann von der 30. Kalenderwoche (ab Montag 21. Juli) nur noch die Hälfte belegen. „Dann wollen wir hier fertig sein.“

Bis dahin werden auch die wenigen noch vorhandenen Reste des Gebäudes bis auf das Straßenniveau abgetragen sein. - tk

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