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Wendiger Flitzer: Feuerwehr nutzt Spenden für neues Einsatzfahrzeug

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Von: Maximilian Birke

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Riesige Freude über ein kleines Fahrzeug: Der neue Polaris Ranger ist in dieser Woche bei der Feuerwehr eingetroffen. Er wurde aus den Spenden der Bürger und einer besonders großzügigen Spende der Allianz-Versicherung finanziert. Die überreichte Hermann-Diedrich Jürgens (rechts) am Mittwoch an Wehrleiter Alexander Grass.
Riesige Freude über ein kleines Fahrzeug: Der neue Polaris Ranger ist in dieser Woche bei der Feuerwehr eingetroffen. Er wurde aus den Spenden der Bürger und einer besonders großzügigen Spende der Allianz-Versicherung finanziert. Die überreichte Hermann-Diedrich Jürgens (rechts) am Mittwoch an Wehrleiter Alexander Grass. © Maximilian Birke

Ein neues Einsatzfahrzeug durfte in dieser Woche die Feuerwehr Altena in Empfang nehmen. Es handelt sich um einen Polaris Ranger, ein kleines und wendiges Gefährt, das vor allem an engen Stellen und im Gelände seine Stärken hat.

Altena – Finanziert wurde der Ranger aus den Spenden, die die Bürger seit der Hochwasser-Katastrophe an die Feuerwehr geleistet haben. Hinzu kam jetzt eine Spende in Höhe von 15 000 Euro, die Hermann-Diedrich Jürgens von der Allianz-Versicherung am Mittwoch überreichte. Mit dieser stolzen Summe konnte die Anschaffung endgültig gestemmt werden. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir dank der Spenden die Möglichkeit hatten, das Fahrzeug zu finanzieren“, sagte Feuerwehrleiter Alexander Grass.

Er bedankte sich ausdrücklich bei den vielen Bürgern, die einen Beitrag geleistet haben, aber auch bei Hermann-Diedrich Jürgens. Die Allianz Deutschland AG hatte nach der Hochwasser-Katastrophe einen Spendentopf mit 1,1 Millionen Euro aufgelegt. Jürgens hatte sich darauf beworben und so die 15 000 Euro für die Stadt Altena erhalten, die er nun weitergeben konnte.

Bei dem in der Burgstadt im Fluteinsatz ertrunkenen Feuerwehrmann handelte es sich um einen Mitarbeiter der Allianz und Arbeitskollegen von Jürgens. Wohl auch deshalb fiel die Spende sehr großzügig aus.

Der Polaris Ranger soll künftig in der Feuerwache an der Bachstraße stationiert werden. Durch seine kompakte und robuste Bauart, ist er besonders geeignet für Einsätze im unwegsamen Gelände. „Wir kommen damit besser hoch zur Burg, besser in die Wälder“, erklärte Grass. Das ist besonders von Vorteil, wenn Verletzte gerettet werden müssen. Der Ranger verfügt über eine Ladefläche, auf der in Zukunft eine sogenannte Schleifkorbtrage – darin werden die verletzten Personen von den Einsatzkräften transportiert – Platz finden wird.

Die kleine Ladefläche soll insgesamt aber vielseitig einsetzbar bleiben und auch für den Transport von Schläuchen und anderem Material, beispielsweise bei Waldbränden, verwendet werden. Hierfür muss an dem Ranger noch der feuerwehrtechnische Umbau erfolgen. Das soll im Januar des kommenden Jahres geschehen.

Der Ranger geht dann zur Firma Schulz nach Bayern. Dort erhält er nicht nur eine Folierung im auffälligen Feuerwehr-Rot und das Blaulicht, sondern auch eine Funkanlage, ein System für die Beladung mit Wechselmodulen und allerlei weiteres Equipment. Eine Seilwinde, die bis zu 2,5 Tonnen ziehen kann, ist bereits ab Werk an der Fahrzeugfront verbaut.

Der Umbau des Rangers wird alleine etwa 20 000 Euro kosten. Die Anschaffungskosten lagen bei 30 000 Euro. Wenn der wendige Dreisitzer einsatzfähig ist, wird er also unterm Strich rund 50 000 Euro gekostet haben.

Unbemannt wiegt der Ranger 750 Kilo und hat eine Leistung von 70 PS. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h. „Wir sind wirklich happy, dass wir endlich so ein Fahrzeug haben. Es ist ein Fahrzeug, das nicht alltäglich ist und das über den städtischen Haushalt vielleicht auch nicht finanziert worden wäre“, freute sich Alexander Grass. Der Ranger ist übrigens schmal genug, um damit über die neue Fußgängerbrücke zu fahren. Das habe man schon ausgetestet.

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