Junge Kunden werden heftig umworben

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Luftballons, Clowns und kleine Präsente: Auch die Sparkasse ist scharf auf junge Kunden. Am Weltspartag werden sie besonders umworben. ▪

ALTENA ▪ Betriebswirtschaftlich wird auf dem Sparbuch Geld vernichtet – die Zinsen liegen deutlich unter der Inflationsrate. Höchstens 0,3 Prozent gibt’s bei der Sparkasse für die klassischste aller Geldanlagen, bei der Konkurrenz sieht das nicht wesentlich anders aus.

Trotzdem wandern in diesen Tagen wieder hunderte von Sparbüchsen über eigens dafür eingerichtete Schalter in Volksbank- und Sparkassenfilialen. An den Weltspartagen kümmern sich Jungkundenberater und Auszubildende um die Kinder und Jugendlichen, die ihr Erspartes zu den Geldinstituten tragen und sich darüber freuen, dass der Betrag auf dem Sparbuch wieder ein bisschen gewachsen ist. Mit kleineren Geschenken werden sie für ihren Spareifer belohnt, außerdem nehmen sowohl bei der Volksbank als auch bei der Sparkasse junge Sparer an Gewinnspielen teil.

Natürlich geht es bei Aktionen wie diesen nur am Rande darum, an die Spargroschen der Kinder zu kommen: Seit jeher bemühen sich die klassischen Banken darum, Kinder und Jugendliche schon früh an ihr Haus zu binden, um sie später auch als Erwachsene zu ihren Kunden zählen zu können.

Deshalb gibt es sowohl bei der Sparkasse als auch bei der Volksbank ganz spezielle „Jugendprodukte“, die durchaus attraktiver sind als die für die normale Kundschaft. Die Volksbank zum Beispiel zahlt auf ihr „Jeanssparbuch“ immerhin noch ein Prozent Zinsen. Die Sparkasse hat spezielle Sparbriefe für Kinder und Jugendliche aufgelegt, die bei recht kurzen Laufzeiten bis zu 1,5 Prozent abwerfen.

Den Weltspartag gibt es seit 1925. Das nach eigenen Angaben unabhängige Internetmagazin finanzjournalisten.de nimmt den Termin zum Anlass, erwachsene Sparer dazu aufzufordern, sich einmal Gedanken über die Sinnhaftigkeit ihrer bestehenden Geldanlagen zu machen – das Sparbuch sei allenfalls etwas für Kinder. ▪ ben.-

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