Weiterbildung bei der Perthes-Stiftung abgeschlossen

Auf Demenz richtig reagieren

+
Die Teilnehmer an der Weiterbildung, hier zusammen mit den jeweiligen Einrichtungsleitungen.

Altena- Sie haben sich mit einem schwierigen, anspruchsvollen Thema befasst, das in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat: Im Ellen-Scheuner-Haus ist am Mittwoch eine zehnmonatige Schulung der Perthes-Stiftung zur gerontopsychiatrischen Weiterbildung zu Ende gegangen.

 Die elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus verschiedenen Häusern des Perthes-Werkes. Inhalte waren der professionelle Umgang mit dem Krankheitsbild Demenz und seinen Formen. Die Schulung leitete Anja Bräuniger-Calitri vom örtlichen Perthes-Haus. Die Weiterbildung hatte das Ziel, wichtige Kompetenzen zu vermitteln: Ausreichende Fachkenntnisse standen dabei im Mittelpunkt, aber auch die Haltung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Hinblick auf eine professionelle Orientierung am Bewohner: „Damit in der Einrichtung eine gemeinsame Sprache gesprochen wird“, so Anja Bräuniger-Calitri. Es gehe darum, dass alle Mitarbeiter Verständnis für das Zustandsbild bei Demenz entwickeln können. Denn: Der Umgang mit dem Krankheitsbild gestalte sich im alltäglichen Umgang mit Betroffenen oftmals problematisch, wenn Mitarbeitern das Verständnis für die Krankheit fehlt. Bräuniger-Calitri ist überzeugt: „Wenn alle Mitarbeiter genügend Kenntnisse im Umgang mit Demenz haben, kann das gerontpsychiatrische Konzept in der Einrichtung umgesetzt und gelebt werden. Klar sei: Viele Mitarbeiter in der Pflege und Begleitung litten unter Zeitdruck. Daher wurden angemessene Kommunikationsstrategien vermittelt, natürlich Fachkenntnisse, aber auch Instrumente für die Selbstpflege. Sie können dazu beitragen, die Gefahr eines Burn-out zu minimieren und die Zeitnot zu verringern. Anja Bräuniger-Calitri ist überzeugt: „Sie bewirken auch Zufriedenheit und tragen zu einem menschlichen Miteinander bei.“ Hintergrund: Der Anteil psychisch veränderter Menschen in Altenpflegeeinrichtungen liegt derzeit zwischen 60 und 80 Prozent. Bei der größten Gruppe der Bewohner liegen demenzielle Veränderungen vor. In Deutschland leben etwa 1,3 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.