Sekundarschüler probieren sich in verschiedenen Gewerben aus

Die weite Welt der Berufe

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Was zur Arbeit eines Dachdeckers gehört, durften die Schüler der 9. Klassen gleich selbst ausprobieren. Auf dem Schulhof waren Stationen aufgestellt, an denen sie werkeln konnten

Altena - Berufliche Möglichkeiten kennenlernen und perspektivisch Alternativen schaffen – die Schüler der Sekundarschule leiteten in den vergangenen Wochen erste Schritte ihrer beruflichen Zukunft ein.

Dabei sollten sie nicht nur ihren Interessen folgen, sondern auch Neues ausprobieren: „Bei uns wird Berufsorientierung groß geschrieben“, sagte Gudrun Reinecke-Bartelt, stellvertretende Schulleiterin. Gemeinsam mit Julia Retzlaff, Studien- und Berufskoordinatorin, organisierte sie für die neun Jahrgänge der Sekundarschule ein buntes Angebot.

„Typische“ Männerarbeit? Nicht für die Mädchen der 5. Klassen

 „Handwerkliche Berufe waren diesmal öfter dabei“, weiß Retzlaff. „Das Handwerk hat es schwer, für viele sind die Berufe keine Option – obwohl die Schüler manchmal gar nicht wissen, was genau da eigentlich gemacht wird.“ Deshalb erhielten die Schüler des 9. Jahrgangs Besuch von Dachdeckern, die sich mit einem großen Bus auf dem Schulhof präsentierten. Es war die erste Aktion dieser Art: „Es ist ja auch der erste 9. Jahrgang. Da fanden wir was zum Mitmachen passend“, sagte Retzlaff. Denn auf dem Schulhof durften die Schüler dann selbst ans Werk: An verschiedenen Stationen werkelten sie, löteten und stellten Herzen aus Schieferplatten her. „Die Aktion ist gut angekommen“, sagte Reinecke-Bartelt.

Girls- and Boys-Day

Am Girls-and-Boys-Day tauschten die Schüler der 5. Klassen die Rollen: Mädchen und Jungen sollten vermeintlich typische Männer- und Frauen-Berufe erkunden. „In Kooperation mit dem BKT gab es einen Technik-Parcours für die Mädchen – die Jungen nahmen an einem Haushalts-Parcours teil. Der wurde durch die Hilfe einiger Eltern ermöglicht“, betonte Reinecke-Bartelt. Und so reparierten die Schülerinnen Fahrradreifen, schraubten und beschäftigten sich mit naturwissenschaftlichen Themen.

Jungen lernen bügeln

Die Jungen hingegen bügelten, nähten Knöpfe an und lernten, Wäsche richtig zu sortieren. Schüler der 6. und 7. Klassen kamen an dem Tag in Betrieben unter. Zuletzt organisierte die Schule ein größeres Projekt zur Berufsfelderkundung für den 8. Jahrgang. Die Schüler arbeiteten entweder direkt in Betrieben mit, oder waren im Technikzentrum in Lüdenscheid. Dort setzten sie sich in Gruppen mit den unterschiedlichsten Bereichen auseinander: „Sie waren Chefs und mussten sich mit dem Unternehmen und der Führung beschäftigen, oder sie kümmerten sich um das Marketing, Labor oder Entwicklung“, sagte Retzlaff.

Dank an heimische Firmen

Beteiligt hatten sich dabei die Firmen Jung, Hohage und Costal. Ein Besuch des jeweiligen Unternehmens gehörte außerdem zum Projekt. Bei VDM in Werdohl erfuhren die Sekundarschüler dann aus erster Hand mehr über Ausbildungsberufe: Einige Azubis übernahmen dafür das Ruder. „Das war eine schöne Sache, vor allem da die jungen Leute besser aufeinander eingehen konnten“, sagte Retzlaff.

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