Weiße Pracht  – das Chaos blieb aber aus

Schwerstarbeit für den Winterdienst. In Altena wurde das vorbildlich gemeistert.

ALTENA - „Die Altenaer haben sich angesichts des massiven Schneefalls am Wochenende sehr verantwortungsbewusst verhalten.“ Dieses Fazit ziehen übereinstimmend Sprecher von Polizei, Feuerwehr, Bauhof und St. Vinzenz-Krankenhaus.

So protokollierte die Polizei von Freitag bis gestern früh zwar 30 Einsätze, aber „nur“ sechs Unfälle, die dem Wetter geschuldet waren. Wie das Team der Wehr fahren auch die Polizisten bei ihren Einsätzen zur Zeit mit Schneeketten. Ein bisschen kribbelig wurde es allein Sonntag gegen 17.50 Uhr, als auf der Wilhelmstraße ein Baum unter der Schneelast brach. Aber die Wehr zersägte das Verkehrshindernis schnell und beseitigte es zügig. „Wir haben und hatten keine Probleme, irgendwo hinzukommen“, sagte Wehrmann Eike Schmale. Allerdings verfügen alle Einsatzfahrzeuge auch über so genannte Schleuderketten, sich selbst aufziehende Schnee-Anfahrhilfen. Der Rettungsdienst wurde Freitag und Samstag nicht über Gebühr gefordert, hatte aber Sonntag „deutlich mehr Einsätze zu fahren.“ Dabei erhöhe sich teilweise die Anfahrzeit, „mit Ketten geht es eben nicht schneller als Tempo 50 km/h.“

Das Team vom Bauhof gab alles – weil es von Samstag auf Sonntag durch schneite, war ein Dauereinsatz angesagt. Gestern wurde das einsame Gehöft Rüssenberg „ausgegraben“. Dort ging ob der weißen Pracht bis dato gar nichts mehr.

Im Krankenhaus lief in der Ambulanz am Samstag und Sonntag weitestgehend alles normal. „Die Menschen sind zu Hause geblieben und das war richtig“, sagte Schwester Birgit Pircher. Erst gestern, mit dem Einsetzen des Berufsverkehrs und dem Schulalltag, gab es dann viel zu tun. Brüche, Verrenkungen und Schulterprellungen – „Winteralltag eben.“

von Johannes Bonnekoh

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