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Weil der Platz nicht mehr ausreicht: Jan’s Radland plant umfangreiche Erweiterung

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Das Radland will sich vergrößern. Per Rampe soll es in die oberen Räume gehen, wo jetzt noch das Stöberland untergebracht ist. Wenn es auch finanziell möglich sein sollte, sollen die, auf diesem Bild von links zu sehenden, ersten drei Wandabschnitte durch Fenster ersetzt werden. Bei den anderen sei dies schon aus dem Grund nicht möglich, weil sich hier unter anderem die Sanitäranlagen befinden würden.
Das Radland will sich vergrößern. Per Rampe soll es in die oberen Räume gehen, wo jetzt noch das Stöberland untergebracht ist. Wenn es auch finanziell möglich sein sollte, sollen die, auf diesem Bild von links zu sehenden, ersten drei Wandabschnitte durch Fenster ersetzt werden. Bei den anderen sei dies schon aus dem Grund nicht möglich, weil sich hier unter anderem die Sanitäranlagen befinden würden. © Wiechowski, Jona

Weil der Platz nicht mehr ausreicht: Jan’s Radland plant, sich umfangreich zu erweitern. Mit einer Rampe soll es bald auch in die obere Etage des Gebäude-Komplexes an der Freiheitstraße gehen.

Die Planungen laufen auf Hochtouren. Für Inhaber Jan Slejfir ist das Geplante ein klares Bekenntnis zur Stadt Altena.

Mit der Rampe sollen die gut vier Meter Höhenunterschied in zwei Schritten bewältigt werden. Dafür muss die rund 30 Zentimeter dicke Betondecke durchbrochen werden. Ein Architekt schaut gerade, was machbar ist. Im Idealfall könne in zwei Wochen schon der Bauantrag eingereicht werden, erklärt Slejfir. Richtig losgehen können die Arbeiten aber erst im kommenden Jahr, wenn die Räume oben frei sind, in denen aktuell noch das Stöberland zuhause ist, dem zum 31. Dezember dieses Jahres gekündigt worden ist.

Radland vergrößert sich um rund 500 Quadratmeter

Das seit 1989 bestehende Radland vergrößert sich damit insgesamt um rund 500 Quadratmeter – auf dann rund 1500. Der jetzige Platz reicht schlicht nicht mehr für das wachsende Geschäft. Mit den zwei neuen Auszubildenden arbeiten aktuell zehn Mitarbeiter fest im Team. Nach dem Umbau soll der Verkauf in den unteren Räumen bleiben, wo er jetzt schon untergebracht ist. Oben soll die Reparatur sowie die Montage von Neurädern stattfinden. „Die ist sehr, sehr aufwendig“, erklärt er.

Nach oben verlagert werden soll auch das Lager. Vorteil: Bei dem Komplex handelt es sich um einen ehemaligen Aldi-Markt, der mit einer Laderampe ausgestattet ist, über die Lkw direkt von der Freiheitsstraße anliefern können. Bisher mussten Fahrzeuge immer über die relativ steile Straße Am Stapel an dem Komplex vorbeifahren, um die Lieferungen anschließend durch den Haupteingang bringen zu können.

Kunden können künftig direkt mit dem Auto vorfahren

Auch für Kunden hätte die Neuerung Vorteile: Sie könnten direkt mit dem Auto vorfahren, wenn sie ihre Räder zur Reparatur bringen. Für diese Arbeiten sollen oben zwischen sechs und acht Arbeitsplätze geschaffen werden, so Slejfir. Wahrscheinlich würden auch jene unten erhalten bleiben. Momentan hat der ehemalige Aldi-Verkaufsraum nur eine Fensterfront hin zur Freiheitstraße. Wenn möglich, sollen auch die Wände auf der anderen Seite durchschlagen werden, um mehr Licht zu bekommen. Erst einmal müsse aber geschaut werden, was das koste. Die Arbeitsplätze sollen offen und einsehbar sein. Wer also sein Fahrrad vorbeibringt, „kann sehen, was da passiert“, so der Chef. Auf der Erweiterungsfläche ebenfalls vorhanden sind: ein Aufenthaltsraum mit Küche, den es aktuell nicht gibt, und zusätzliche Toiletten.

Zum 1. August hat sich das Radland-Team um zwei Mitarbeiter vergrößert: Hier ist Chef Jan Slejfir (re.) mit den beiden neuen Auszubildenden Louis Paul Viezens und Jeremy Klimke zu sehen.
Zum 1. August hat sich das Radland-Team um zwei Mitarbeiter vergrößert: Hier ist Chef Jan Slejfir (re.) mit den beiden neuen Auszubildenden Louis Paul Viezens und Jeremy Klimke zu sehen. © Wiechowski, Jona

In den Verkaufsräumen unten soll weitgehend alles so bleiben wie bisher. Das gilt auch für den Outdoorbereich. Wahrscheinlich durchbrochen werden soll aber die Wand zu dem Raum, in dem heute noch Räder lagern. Hier sollen weitere Räder ausgestellt werden.

Seit Jahren auf der Suche nach mehr Fläche

Dass der Platz nicht mehr reicht für das Radland ist nicht neu – seit Jahren schon ist der Inhaber auf der Suche nach mehr Fläche. „Wir standen vor sechs oder sieben Jahren schon vor der Entscheidung, hier raus zu gehen“, erklärt Slejfir. Angedacht hatten sie zwischenzeitlich mal, das Kita-Gebäude in unmittelbarer Entfernung abzureißen und eine zweistöckige Halle dorthin zu bauen. „Wir hatten schon einen Planer und die Abrisskosten ermittelt.“ Doch trotz des dann enormen Aufwandes hätten sie nicht mehr Platz gehabt, als momentan in den jetzigen Räumen. Die Pläne wurden also verworfen.

Genauer angeschaut hatte man sich auch eine Möglichkeit in Neuenrade, ein ehemaliges Autohaus. Als es dann aber ernst geworden wäre, entschied sich das Radland-Team: „Nein, wir wollen in Altena bleiben“, sagt Slejfir. Er wohne in der Burgstadt und sei auch hier verwurzelt.

Neues Vordach soll noch in diesem Jahr kommen

Dennoch: Sie hätten eine Perspektive gebraucht, sich irgendwie erweitern zu können. Einen Lichtblick gab es vor gut vier Jahren, als zwei größere Räume in dem Komplex hatten gemietet werden können. Hier können seitdem Gebrauchträder abgestellt und frisch reparierte Räder zwischengelagert werden, während sie darauf warten, vom Besitzer abgeholt zu werden. Diese Erweiterungsmöglichkeit hatte das Radland seinerzeit gerne angenommen, weil die Räder nicht mehr alle im Verkaufsraum stehen konnten. Elegant ist die Lösung allerdings nicht. Schließlich müssen die Räder immer um das Gebäude herumgeschoben werden. Geplant sei aber dennoch, auch diese Räume zu behalten.

Wann der große Umbau, mit dem sich das Radland klar zu Altena bekennt, fertig sein wird, lasse sich jetzt noch nicht genau sagen, so Slejfir – wenn er es sich aussuchen könnte, wäre das Gröbste fertig, wenn es im nächsten Jahr wieder wärmer wird und der Fahrradverkauf richtig losgeht. Was in diesem Jahr klappen dürfte, sei das Vordach vor dem Eingang. Mit einem Glasdach ausgestattet, soll dafür gesorgt werden, dass dieser Bereich gerade im Herbst und Winter im Trockenen bleibt – und etwa auch die Elektro-Räder an den Stationen wettergeschützt laden können.

Zwei weitere Mitarbeiter

Das Team von Jan’s Radland hat sich zum 1. August vergrößert. Louis Paul Viezens und Jeremy Klimke machen eine Ausbildung zum Zweiradmechatroniker, Fachrichtung Fahrradtechnik. Damit arbeiten in dem Laden an der Freiheitstraße jetzt zehn Leute, die regelmäßig durch zwei bis drei Aushilfen unterstützt werden. Nicht ohne Stolz erklärt Inhaber Jan Slejfir: „Bei uns im Betrieb arbeiten nur ausgebildete Leute.“

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