Weihnachtsmarkt: Umzug war richtige Entscheidung

ALTENA ▪ Wenn Engel feiern, weint der Himmel – aber das schlechte Wetter konnte den Erfolg nicht trüben: Der „Weihnachtsmarkt der Engel“ wurde fast einhellig gelobt.

Corina Turner war begeistert von der Resonanz auf den neuen Veranstaltungsort: „Die meisten Leute finden diesen Platz gut gewählt, auch die Händler sind zufrieden. Sie können sich besser sehen und so kommt auch mal ein Gespräch von Hütte zu Hütte zustande. Optimal ist zudem für uns als Veranstalter die weitaus bessere Stromversorgung.“

Auch die Lions waren zufrieden: Sie hatten an beiden Abenden das Zelt voll. Drinnen war es gemütlich und warm, man konnte in das weihnachtlich beleuchtete Hüttenrund schauen. An den liebevoll dekorierten Stehtischen ließen sich die Besucher Glühwein und deftige Gerichte oder Stollen und Torten von Cafe Merz schmecken.

Reiner Kemmerling hielt den „Umzug“ in den Holtzbrinck-Garten ebenfalls für eine gute Lösung. „Es sieht einfach gemütlich aus, man kann schön an den Hütten entlang bummeln. Allerdings zieht man so vermutlich noch mehr Besucher aus der Innenstadt ab,“ vermutet er.

Janina Huhn vom DRK findet das Ambiente des neuen Veranstaltungsortes schöner. „Die Kartoffelsuppe geht auch gut weg, allerdings nehmen sich viele Besucher eine Portion mit nach Hause, weil das Wetter so ungemütlich ist.“

Im allgemeinen fand das Hüttenrondell viel Beifall, einzig die durchweichten Wege wurden bemängelt. Und der fehlende Schnee – dann sehe das alles noch viel romantischer aus, meinten die Besucher.

Am Samstag tropfte der Dauerregen dann durch die ersten Dächer, mit Planen vor den Hütten versuchten andere Anbieter, ihre Waren ein wenig zu schützen. Zum Aufwärmen zog es viele Gäste in die Burg Holtzbrinck. Hier fanden sie wieder das altbewährte Angebot: gestickte Decken, gestrickte Socken, gebastelte Karten, Schmuck und Holzarbeiten. Man konnte auch Elsa Prasser über die Schulter schauen, die noch die Kunst des Klöppelns beherrscht. Sie und ihre Kolleginnen verkauften die fertigen Deckchen zugunsten des Kinderhospizes Balthasar in Olpe.

Im Kaminzimmer fertigte Willi Prösser individuelle Portraits an und wer eine Karte für eine Kulturring-Veranstaltung erwarb, bekam diese nett verpackt in Engelsflügeln mit einem Gratis-Pikkolo. Die Musikschule machte Werbung für ihre Angebote und die jüngeren Besucher bestaunten ein Stockwerk tiefer die verschiedenen Züge, die durch eine großflächig aufgebaute Landschaft der Eisenbahnfreunde dampften. Die Feuerwehr war ebenfalls mit einem Stand präsent, sie warb vor allem für den Einbau von Feuermeldern und den Foto-Kalender für 2012.

Kleine Teufelchen wurden gesehen, aber auch Engel, die ihre Abikasse durch den Verkauf von selbstgebackenen Plätzchen und Weihnachtskarten aufbessern wollen. Dafür griff auch Gisela Kemper in ihre Kasse, „auch wenn ich erst ein paar Euro eingenommen habe!“ Die Nachrodterin strickte Wollsocken in gelb-schwarz, die Auftragsarbeit eines Borussenfans.

Es kam eigentlich jeder auf seine Kosten, für jeden Geschmack und Geldbeutel war etwas dabei. Weihnachtliche Melodien ließen die Orgelschule Brinkmann und die Musikschule Lennetal mit bekannten Weisen erklingen. Und am Samstagabend sorgte die Band „Duo2You“, die schon mehrfach zu Gast beim Altenaer Weihnachtsmarkt war, für Stimmung im Garten. Gute, alte Rock- und Pop-Songs luden zum Mitsingen und Mitsummen ein.

Das Geschäft an den Buden lief auch am Abend noch erstaunlich gut, die Händler waren zufrieden. Die Damen von der Christlichen Bücherstube freuten sich, ihre warmen Strickwaren verkauften sich gut: „Vom Erlös können wir dieses Jahr wieder einigen bedürftigen Kindern eine Weihnachtsfreude machen.“ Auch sie waren mit der Anordnung der Hütten sehr zufrieden.

Im Kerzen- und Lichterschein am Abend, als endlich der Regen nachließ, wirkte das weihnachtliche Hüttendorf so richtig gemütlich. „Heimelig, muckelig, ein schönes Ambiente“ waren die meistgewählten Beschreibungen der Besucher für den neuen Standort.

„Für das nächste Jahr wissen wir auch schon, was wir noch besser machen können“, zog Corina Turner am Samstagabend ein erstes Resümee der Veranstaltung. „Wir werden dann auf jeden Fall auch die Wege mit Rindenmulch ausstreuen. Wir hätten nicht damit gerechnet, dass sie so matschig werden. Außerdem läuft man auf dem Mulch so angenehm weich.“

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