Winterspektakulum überzeugt mit guter Musik und feinem Kunsthandwerk

Die Gruppe Celtica begeisterte am Samstagabend hunderte Musikfans auf dem oberen Burghof. Die Musiker überzeugten mit cool arrangierter Rockmusik und flammenden Pfeifen.

ALTENA Nur den Eisskulpturen von Steinbildhauer Martin Röttger war es bei fünf Grad plus ein bisschen zu warm beim winterlichen Spektakulum auf Burg Altena. Für die zahlreichen Besucher hingegen galt es, sich zu erwärmen, zum Beispiel bei einem heißen Met von Imker Matthias Rentrop oder den heißen Klängen von Celtica.

Die Kult-Kombo trat am Samstagabend vor einem vollen Burghof auf und begeisterte die Massen mit cooler Rockmusik und flammenden Pfeifen.

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Winterspektakulum auf Burg Altena

Es fehlte nichts im Programm von Celtica: Fast jeder Hit, der jemals Rockgeschichte geschrieben hat, erschütterte Burgmauern und Mark und Bein des Publikums. Das stimmte begeistert ein, als ,,We will rock you” und ,,Highway to hell” im Gemäuer dröhnten und ließ sich mitreißen, als der Pipe-Klassiker ,,Auld lang signe” ertönte. Mit dem flammenwerfenden Dudelsack und pfiffigen Arrangements hatte Celtica absolut den Nerv der Bürger und Tagestouristen getroffen. Die hatten bereits tagsüber fleißig die Füße in Richtung Feste bewegt oder den Bürgerbus-Shuttle genutzt, um sich vom Programm des Weihnachtsmarkts mit mittelalterlichem Flair verzaubern zu lassen. Für Freunde der Heimatkunde wurden Fackelwanderungen mit Sagenerzählungen aus dem heimischen Raum angeboten. Echten Märchenfans war mit dem Filmklassiker ,,Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” ein Schmaus in der alten Jugendherberge geboten. Lalina, die Märchenwaldhexe, ergänzte dieses Angebot im Burgmuseum ideal. Draußen bespaßten Gaukler Tamino und die Schneekönigin ihr Publikum mit Jonglage, Stelzenlauf und Feuershow.

Drumherum hatten sich viele Händler mit hausgemachten Waren aufgebaut. Kerzen, Spielzeug, Lederwaren, Schmuck, Marmeladen, Liköre, Skurriles und Dekoratives luden zum vorweihnachtlichen Geschenkebummel. Kunsthandwerker wie Steinbildhauer Martin Röttger verblüfften ihr Publikum mit Live-Vorführungen. „Mit der Eiskunst verhält es sich nicht viel anders als mit Steinen“, erklärte der Künstler, dessen massiver Eisblock bei Temperaturen um 5 Grad Celsius geschmeidig dahinschmolz. „Es braucht einen spitzen Spachtel, einen soliden Hammer und einen Stechbeitel für die Rundungen. Und mit der Form verhält es sich wie bei Michelangelo: Die Figur steckt schon drin. Man muss sie nur rausholen...“

Von Dauer war das Vergnügen natürlich nicht: Der schöne Eisschwan war am Samstag schon wieder Geschichte. Im unteren Burghof gab’s Spielereien in Form von Bogenschießen und Axtwurf. Getränke, ob nun heiß oder kalt genossen, und Leckereien vom Grill zur Stärkung rundeten das Angebot ab.

Schon am Freitag hatten ,,Die Streuner” ihr Publikum, das nach einem heftigen Regenschauer recht klein war, aufgefordert, viel zu trinken: ,,Alles, nur kein Wasser!” ermutigte die lustige, von vielen Mittelaltermärkten bekannte Band ihre Zuhörer. Davon war am Freitag zu viel von oben gekommen. Der Samstag bot weitaus mehr Trockenphasen, weshalb die Besucherzahlen an der Kasse als durchaus zufriedenstellend empfunden wurden.

Am gestrigen Sonntag fand das Spektakel seinen Abschluss mit dem Auftritt der Gruppe ,,Versengold”. Während der Veranstaltung war auch das Burgmuseum geöffnet, wo museumspädagogische Angebote die Geschichte der Ritter und Grafen schmackhaft machten. - iho

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