Weihnachtsmarkt in der Kirchstraße gut besucht

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Die Altenaer verbrachten am Wochenende gut gelaunt einige Stunden auf ihrem Weihnachtsmarkt.

ALTENA - Schneeflocken, Regenschauer, böiger Wind und trotzdem gut gelaunte Menschen – auch das ist Altena. Der Weihnachtsmarkt am vergangenen Adventwochenende lockte zahlreiche Besucher in die Stadt, die sich dieses Ereignis auch nicht durch das Wetter vermiesen ließen.

Mit einem Feuerwerk am Freitagabend wurde das Marktgeschehen eröffnet, da musste sogar der Nikolaus mit seinem Engel in Deckung gehen. Auf der Bühne am Ellen-Scheuner-Haus sorgte das Blasorchester Altena unter der Leitung von Rüdiger Hegenscheidt anschließend für leisere Töne.

Altenaer Weihnachtsmarkt 2013

Die Budengasse von der Mittleren Brücke bis hoch zur Reformierten Kirche und die vielen Stände in und vor der Burg Holtzbrinck sorgten für ein abwechslungsreiches Angebot. Schmuck, Holzdekorationen, Handarbeiten, Spielzeug oder orientalische Düfte – die Gelegenheit war günstig, um für sich oder seine Lieben ein Weihnachtspräsent zu erstehen.

Ein breit gefächertes Angebot, um den kleinen oder auch großen Hunger zu bekämpfen, ließ keine Wünsche übrig: Backfisch oder Crêpes, Reibeplätzchen oder holländische Krapfen, Grünkohl mit Mettwurst und Bier oder Kaffee und Kuchen – es war so ziemlich alles vorhanden, was knurrende Mägen oder trockene Kehlen verlangen. Glühwein, Kinderpunsch und heißer Kakao wurden wegen des nasskalten Wetters besonders gerne nachgefragt.

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Weihnachtsmarkt läuft

Viele der Stände waren fest in der Hand Altenaer Vereine und Verbände, nur wenige gewerbliche Anbieter waren zu finden.

Schon fest zum Inventar des Weihnachtsmarktes gehört die Modelleisenbahnanlage, die traditionsgemäß in der Burg Holtzbrinck ihre Runden dreht. Während die Kleinen die Fahrt der Züge verfolgten, hatten die Erwachsenen Spaß an der aufgebauten Landschaft. Außer einer Krippe und einer Engelsschule befand sich auch die US-Botschaft mit der Aufschrift „Das Ohr der Welt – Wir wissen, wo Ihr Handy wohnt“ im Schienenkreis – ein satirischer Hinweis auf den NSA-Skandal.

Alte und neuere Handwerkskünste konnten die Besucher live bestaunen. Bei Claudia Grote an der Mittleren Brücke flogen die Späne, sie schnitzte mit der Kettensäge Tierfiguren aus Eichenstämmen. Sehr viel filigraner arbeiteten Birgit Klein und Ute Schulte. Sie beherrschen die Kunst des Klöppelns und verkauften ihre Handarbeiten in der Bürgerburg.

Für die Kinder war am Samstag und Sonntag das „Feuerrote Spielmobil“ im Einsatz, außerdem nutzten viele Familien das Angebot, ihren Sprößling von Willi Prösser in weihnachtlichem Outfit professionell fotografieren zu lassen.

Musikalisch sorgten neben dem Blasorchester die Paul-Gerhard-Kantorei, die Lutherkantorei, die Orgelschule Brinkmann, „Christmas-Jazz & Christmas-Swing“ und am Samstagabend „Acoustic Comfort“ mit Coversongs für Abwechslung. Der Posaunenchor Wiblingwerde unter der Leitung von Rainer Nowak und das Singteam Wiblingwerde brachten unter der Leitung von Johannes Köstlin ein adventliches Konzert zu Gehör.

Und wie kam der neue, alte Standort an bei den Besuchern? Die Meinungen waren geteilt. „An der Budengasse kann man besser entlang schlendern, es ist nicht so eng. Außerdem ist es hier nicht so zugig wie im Holtzbrinck-Park“, stimmten Besucher für die Kirchstraße. Wieder andere gaben dem Park den Vorzug: „Das ist ein viel schöneres Ambiente, es sieht einfach toll aus. Und man muss nicht so weit laufen von Stand zu Stand.“ Ob die Geschäfte in der Innenstadt, die gestern von 13 bis 18 geöffnet hatten, wirklich vom geänderten Standort profitiert haben, bleibt abzuwarten. - Silvia Sauser

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