Einsatz für den guten Zweck

Planung ist alles: Weihnachtsmann Wolfgang Hoppe hat noch Termine frei

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Ho, ho, ho: Lautes Klopfen, tiefe Stimme – und dann ist er da, der Weihnachtsmann. Allzu lange können die Auftritte allerdings nicht dauern, weil es sonst unterm Bart zu warm wird.

Altena - Der Weihnachtsmann wohnt in Lappland? Von wegen: Am Winkelsen 5 lautet die Postanschrift, Wolfgang Hoppe der bürgerliche Name. Im Internet bietet sich der 58-jährige Altenaer als Nikolaus beziehungsweise Weihnachtsmann an – und zwar für einen guten Zweck.

„Ich will für meine Auftritte nichts haben, erwarte aber von den Auftraggebern eine angemessene Spende für das Kinderhospiz Balthasar in Olpe“, erklärt Wolfgang Hoppe, der aus Spaß an der Freude in den roten Mantel schlüpft.

Der unterscheidet sich deutlich von den Billig-Kostümen anderer Mietweihnachtsmänner: „Ich habe da schon sehr auf Qualität geachtet“, sagt der Weihnachtsmann. Auch der Bart wirkt edel. Stiefel, Nickelbrille und Goldenes Buch komplettieren das Outfit. Und natürlich die Rute – ob’s an der liegt, dass manches Kind Reißaus nimmt, wenn Hoppe durch die Tür tritt? Jedenfalls ist seine Erscheinung ziemlich authentisch: „Viele Hunde wollten mir schon an die Beine, sogar meine eigenen“.

Mit Kindern kann es der Altenaer, der mittlerweile vier Enkel hat, schon immer gut. Er und seine Frau sind begeisterte Camper, im Camping-Club war er Sportwart. „Da habe ich natürlich viel mit den Kids unternommen, Radio-MK-Lauf und so“, berichtet er. Irgendwann sei denn die Frage aufgekommen, ob er nicht auf der Weihnachtsfeier der Camper den Nikolaus mimen könne. Hoppe konnte – und kam so an ein Ehrenamt, das ihn bis heute mit viel Freude erfüllt. Dass er damit auch Gutes tun könnte, das hatte Hoppe schon länger im Hinterkopf. Erst dachte er an ein Kinderkrankenhaus, doch daraus wurde nichts. „Dann habe ich mich mit einem Bekannten unterhalten, der sich für das Kinderhospiz engagiert“, erinnert er sich.

Letztes Jahr an Heiligabend besuchte der Weihnachtsmann diese drei Plettenberger Kinder.

Als er beschloss, dass das auch was für ihn wäre, rief er in Olpe an: „Die waren gleich ganz begeistert“. Werbung für sich und seine Dienste macht dieser Weihnachtsmann seit gut einer Woche per Ebay-Kleinanzeigen, Freunde und Verwandte verlinkten sie auf Facebook, was schnell zur ersten Buchung führte: „Ich werde am 6. Dezember in einem Altenaer Geschäft Nikoläuse verteilen“, berichtet er.

Damit hat er noch reichlich Termine frei. Seine Saison beginnt Anfang Dezember, zwei bis drei Termine am Tag hält er für realistisch. Selbst an Heiligabend war Hoppe im vergangenen Jahr unterwegs, bei einer Familie in Plettenberg – einer seiner schönsten Auftritte sei das gewesen, sagt er zurückblickend. Er kommt aber nicht nur in Familien: „Gerne können mich auch Firmen buchen oder Vereine“, wirbt er – Hauptsache, es fließt anschließend Geld ans Kinderhospiz.

Natürlich geht der Weihnachtsmann mit der Zeit: Kontakt zu ihm am besten per E-Mail an w.hoppe.altena@t-online.de

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