Weihnachtsgrüße für die griechischen Landsleute

Kourtsidis Harulumpos ist aus Witten angereist, um zehn Altenaer zu besuchen.

ALTENA ▪ Ein Mann in roter Kutte eilt am frühen Abend durch Altena. Neben ihm eine Frau, die eine Marien-Ikone und eine Spendenbox trägt, sowie ein Musiker mit Tambourin. „Wir bringen unseren griechischen Landsleuten Weihnachtsgrüße“, sagt der Mann im roten Mantel.

Kourtsidis Harulumpos ist aus Witten angereist, um zehn Altenaer zu besuchen, die mit seiner Griechischen Gemeinde im Ruhrgebiet verbunden sind. Auf der Kemençe, einem Instrument, das an eine Geige erinnert, stimmt er orthodoxe Christlieder an, sein Begleiter schlägt dazu den Rhythmus. „Kalá Christoúgenna – frohe Weihnachten!“ – ruft Harulumpos und erzählt die Geschichte der griechischen Weihnacht. Unbestritten, dass in seiner Heimat Ostern bedeutender als das Fest der Geburt des Herrn sei. Doch streng genommen hat sein Kostüm nichts mit Nikolaus zu tun. „Griechische Weihnachten werden vom 6. Dezember bis zum 6. Januar gefeiert. Die Ursprünge gehen auf das Fest des heiligen Basilius, in Deutschland St. Nikolaus, zurück.“ Am Weihnachtsabend, 25. Dezember, seien Kinder, ähnlich unseren Sternsingern, unterwegs. „Sie wünschen allen alles Gute und hoffen auf kleine Gaben.“

Während sich viele Griechen hier einen Christbaum ins Haus stellten, sei zu Hause eine Holzschüssel, über die ein Stück Draht gespannt werde, um daran ein Holzkreuz mit Basilikum zu hängen, das tragende Festsymbol. Während der 12 Weihnachtstage tauche ein Familienmitglied das Kreuz mit den Kräutern einmal am Tag in Weihwasser und besprenge damit jedes Zimmer. Geschenke gibt es in Griechenland erst am 1. Januar, dem St. Basilius-Tag.

Kourtsidis Harulumpos traf Mittwoch nur freundliche Menschen. Sie gaben reichlich und freuten sich über seinen Besuch: „Kalá Christoúgenna – frohe Weihnacht.“ ▪ Johannes Bonnekoh

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