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Altenaer Wehr kann zweite Drohne kaufen

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Von: Ilka Kremer

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Der Altenaer Feuerwehrchef Alexander Grass (2. von links) nahm die Spende für die Anschaffung einer zweiten Drohne mit großer Freude von den Minerva-Frauen entgegen.
Der Altenaer Feuerwehrchef Alexander Grass (2. von links) nahm die Spende für die Anschaffung einer zweiten Drohne mit großer Freude von den Minerva-Frauen entgegen. © KREMER

Aller guten Dinge sind drei, so ein erklärtes Ziel der Feuerwehr Altena. Gemeint sind Drohnen, ferngesteuerte Fluggeräte, die heutzutage bei schwierigen Brand- und Katastropheneinsätzen nicht mehr fehlen sollten.

Altena – Jetzt besitzt die Altenaer Wehr schon zwei: Die Frauenabteilung des Lions Club Lüdenscheid mit dem Namen „Minerva“ spendete eins dieser High-Tech-Geräte im Wert von 6000 Euro. Am Montagabend fand die feierliche Übergabe im Gasthof Spelsberg auf Großendrescheid statt.

Dort wird das vom Boden aus gesteuerte Luftfahrzeug auch zum Einsatz kommen, denn Löschzug 3 mit den Löschgruppen Drescheid, Rahmedetal und Rosmart unterstützt bei Großschadenslagen die Einsatzleitung.

Die andere Drohne, die die Feuerwehr selbst angeschafft hat, gehört zum Zug 1, der zuständig ist für das Stadtzentrum mit den Ortsteilen Innenstadt, Mühlendorf, Pragpaul, Knerling, Brachtenbeck, Tiergarten, Behördenviertel, Lennestein, Buchholz, Nette und Nettenscheid.

„Wir freuen uns, dass wir mit den Spendengeldern diesen Beitrag leisten konnten“, erklärte Anne Sprenger-Hübner stellvertretend für ihre Mitstreiterinnen, „die Feuerwehr zu unterstützen ist uns sehr wichtig. Sie rettet Menschenleben.“ Anlass für die Überlegungen der Frauen von Minerva, der Altenaer Wehr zu helfen, war die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr. „Wir wussten um die Schwierigkeiten bei den diversen Einsätzen“, so Sprenger-Hübner. So fragten die engagierten Frauen bei der Wehrleitung an, womit sie helfen könnten.

„Drohnen dienen uns dazu, die Erkundung und Lagebilderstellung bei unübersichtlichen Einsatzstellen zu optimieren. Für die Einsatzleitung liefern die Luftaufnahmen zusätzliche Daten zur Einschätzung komplexer Lagen“, verdeutlichte Alexander Grass den Sinn und Zweck, diese Geräte einzusetzen.

„Sie liefern hochauflösende Bilder von Bereichen, die der Mensch aufgrund Gefahr nicht einfach betreten kann“, erklärte der Feuerwehrchef. So habe der Löschzug 1 die Drohnen bereits mehrfach mit Erfolg eingesetzt, zum Beispiel beim Großbrand in der Industriebrache am Schwarzenstein und bei diversen Waldbränden. Grass und die gesamte Feuerwehr ist sehr dankbar für die Minerva-Spende.

Um die Drohne zu fliegen, müssen die Einsatzkräfte einen Führerschein machen. Mittlerweile hat die Feuerwehr Altena 20 ausgebildete Drohnenpiloten. „Tendenz steigernd“, so Grass.

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