Wehr übt die Absturz-Sicherung

Kräftezehrend: Das Klettern und abseilen. Foto: Loewen

Altena - Höhenangst darf eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann nicht haben. Doch das Klettern über schmale Leitern ist das eine, sich sicher aus großen Höhen in die Tiefe abzuseilen, das andere. Und genau das probten Samstag, 22. März, Altenaer Feuerwehrleute. Die Übung Absturzsicherung ist unter anderem Bestandteil eines Rettungskonzeptes für den Eventaufzug.

Von Susanne Loewen

Fast jeder Altenaer kennt den Quittmannsturm am Kohlberg. Er ist 14 Meter hoch und wenn man ihn besteigt, hat man einen wunderschönen Ausblick über das Tal. Doch ums Genießen der Fernsicht ging es den Wehrleuten nicht.

Bevor die Teilnehmer des Absturzsicherungs-Lehrgangs den Turm bestiegen und sich anschließend wieder abseilten, standen erst einmal einige Stunden Theorie auf dem Plan. In Anbetracht des Event-Burgaufzuges, der in fünf Wochen eröffnet wird, hat die Wehr neue Gerätesätze zur Absturzsicherung erhalten. „Für den Fall, das sich im Gelände rund um die Burg oder am und im Burgaufzug ein Unfall ereignet, möchten wir gewappnet sein“, so Seminarleiter Adrian Trebbin von der Löschgruppe Rosmart.

Am Freitagabend, 21. März, machten sich die Übenden zunächst mit den Materialien vertraut. Trebbin erklärte unter anderem, wie das 60 Meter lange Kernmantel-Dynamik-Seil, die Karabinerhaken und Schlingen und der Haltegurt, gehandhabt werden müssen. So richtig ernst wurde es dann am Samstagmorgen gegen 10 Uhr. Nach dem der Standplatz gesichert und der Haltegurt angelegt war, ging es von außen den Turm hinauf. Hierbei wurde etwa alle zwei Höhenmeter eine weitere Sicherung angebracht. Das Sicherungsseil, welches in diesem Fall an einem Baum befestigt war, wurde von einer zweiten Person geführt. Oben angekommen, könnte im Ernstfall für eine Erstversorgung von Verletzten gesorgt oder weitere Maßnahmen wie die Bergung eingeleitet werden.

Das war am Samstag allerdings nicht nötig. So galt es sich zügig wieder abzuseilen und auch die Zwischensicherungen wieder einzuholen. Alles in allem eine kräftezehrende Aktion, die auch Feuerwehrfrau Britta Schmale bestens meisterte. Gegen 16 Uhr hatten sich dann die Seminarteilnehmer ihren Feierabend redlich verdient.

Bei der anschließenden Abschlussbesprechung auf der Feuerwache zeigte sich Trebbin durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Er bedankte sich bei den ersten Seminarteilnehmern Markus Honert, Britta Schmale, Dirk Pomsel, Collin Turck und Fabian Pollmeier für ihren Einsatz und die 24 Stunden Zeitaufwand in Theorie und Praxis, die sie in das Seminar investiert hatten. In den kommenden Wochen sollen alle hauptamtlichen Feuerwehrleute in kleinen Gruppen in der Absturzsicherung ausgebildet werden. Danach wird auch den freiwilligen Feuerwehrleuten die Möglichkeit geboten. Trebbin hatte als zertifizierter Ausbilder ein Seminar am Institut der Feuerwehr in Münster absolviert und mit Prüfung erfolgreich abgeschlossen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare