Wegfall der Notbetreuung

Aufbruchsstimmung in den Kitas

Zwei Drittel aller Kinder kommen auch während der Notbetreuung in ihren Kindergarten am Bucklberg. Deshalb plädieren Kitas aus der Gemeinde Feldkirchen-Westerham dafür, die Kindereinrichtungen wieder komplett zu öffnen.
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Fast alle Kinder kommen nach Aufhebung der Notbetreuung wieder in die Kitas.

Die Notbetreuung gibt’s nicht mehr: Seit rund einer Woche geht es wieder lockerer zu in den Kitas in Altena und Nachrodt. Aufbruchsstimmung macht sich breit.

Altena/Nachrodt – „Die Eltern müssen jetzt keine Zettel mehr ausfüllen, um den Betreuungsbedarf anzumelden“, sagt Bettina Hoßdorf aus dem evangelischen Kindergarten am Knerling zur entscheidenden Änderung. Das sei sicherlich eine gewisse Erleichterung für die Erziehungserechtigen.

„Die Mädchen und Jungen können alle wieder kommen.“ Zuvor mussten Eltern schriftlich erklären, dass sie dringend auf eine Betreuung angewiesen sind. Die Erzieherin schöpft mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage Hoffnung: „Immerhin sind wir da schon wieder.“ Insgesamt besuchen 45 Kinder die Einrichtung am Knerling, „aber ein paar bleiben auch noch zuhause“.

Getrennte Gruppen und Spielplätze

Man habe aber auch appelliert, die Jungen und Mädchen zuhause zu lassen, wenn es denn möglich ist. Bettina Hoßdorf hat ein Lob für Eltern und Kinder, wenn es darum geht, wie sie mit den weiter bestehenden Einschränkungen umgehen. So bleibt es im Kindergarten am Knerling bei einer strikten Trennung nach Gruppen und auch bei getrennten Spielplätzen. „Die Kinder zeigen sich verantwortungsvoll, die Eltern auch“, sagt die stellvertretende Leiterin.

Das Team bewundere grundsätzlich die Fähigkeiten der Junioren, so gut mit den besonderen Umständen dieser Pandemie umzugehen. „Einige waren ja auch länger nicht bei uns im Haus.“ Für die seien nun neue Zeiten angebrochen. „Die Kinder freuen sich, ihre Freunde wiederzusehen.“ Das sei ein wichtiger Punkt. Alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie im MK lesen Sie in unserem News-Blog

39 von 45 Kindern im Kindergarten

„Verkürzter Pandemiebtrieb“ heißt das Modell in der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Nachrodt, berichtet Leiterin Sandra Schwieren. Für weitere Öffnungen und Lockerungen muss der Inzidenzwert über einen längeren Zeitraum bei unter 100 liegen. Die Einrichtung ist gut besucht: Von insgesamt 45 Kindern waren am Montag (17. Mai) 39 Mädchen und Jungen da.

Die Junioren haben nicht nur Spaß daran, dass es wieder leichter ist, ganz einfach das Haus an der Altenaer Straße zu besuchen. Sie sind jetzt auch unter die Baumeister gegangen. Es entsteht nämlich ein Insektenhotel, an dem derzeit fleißig gebastelt werde. Es soll einen Platz bekommen auf der großen Wiese gegenüber dem Haus Nachrodt, wo jüngst eine prächtige Wildblumenwiese angelegt wurde. „Da werden wir aber wohl noch zwei Wochen lang dran basteln müssen“, schätzt Sandra Schwieren.

Erleichterung für alle Familien

Auch ein Stück weiter oben in Nachrodt ist die Atmosphäre geprägt von Zuversicht: „Die Kinder können alle wieder kommen“, freut sich Katrin Bormann, Leiterin der Awo-Kita an der Geschwister-Scholl-Straße. Von 72 Kindern waren am Montag 60 da. Es gebe zwar nach wie vor eingeschränkten Regelbetrieb, doch liege auch darin schon eine Erleichterung für das tägliche Leben in den Familien. „Die Eltern freuen sich“, sagt Bormann über erste Reaktionen. „Die Organisation wird besser, auch für die Kinder.“

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