Geldfälscherei auf niedrigstem Niveau

ALTENA - Die Zehn-Euro-Scheine, die ein Plettenberger am 8. April in Altena in Umlauf brachte, hatten so wenig mit ihren echten Verwandten zu tun, dass weder Staatsanwalt noch Richter von einer Fälschung sprechen mochten: Die Scheine seien vergleichbar mit dem Spielgeld bei Monopoly, trug der Vertreter der Anklage vor.

Und Richter Dirk Reckschmidt urteilte: „Die sind so falsch – da gibt es gar nichts!“

Nicht wegen Geldfälschung also, wohl aber wegen Betruges musste sich der Angeklagte im Amtsgericht Altena verantworten. „Ich war besoffen“, suchte er nach einer fast immer greifbaren Entschuldigung.

Bei einer Obst-Fete der Oberstufenschüler des Burggymnasiums hatte der Angeklagte zwei seiner mit chinesischen Schriftzeichen (!) versehenen Scheine jemandem gegeben, „der nicht so genau hinschaute“. Der doppelte Wert von Null ergab bei diesem Tausch immerhin die Beute eines 20-Euro-Scheins. Auch der Zeuge kann nicht mehr ganz nüchtern gewesen sein: Er versuchte mit den falschen Zehnern zu bezahlen, was dann die Polizei auf den Plan rief. Sie kassierte noch weitere falsche Zehn-Euro-Scheine bei dem Plettenberger ein.

Was einst als dummer Streich durchgegangen wäre, wurde richtig teuer für den Angeklagten, der allerdings auch ein paar Vorstrafen mitbrachte. Ein kleiner Ausflug in die Welt der Mathematik gestaltete sich für ihn schwierig: Er hatte größte Probleme, die verhängte Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 25 Euro zu einer Summe zu vereinigen.

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