Wegen Klimaschutz: Kritik an Burg-Events

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Kaum zu sehen ist die Beleuchtung an den Burgmauern tagsüber.

Altena – Rodeln auf Kunstschnee aus dem Ruhrgebiet und eine Beleuchtung der Burg rund um die Uhr. Das ruft Kritik hervor. 

Rodeln auf Burg Altena! Mit diesem Slogan warb der Kreis ab Anfang Dezember für Winterspaß auf Kunstschnee im Innenhof der Feste. 20 Kubikmeter Schnee wurden dafür von der Skihalle Neuss zur Burg transportiert. 

Doch das Event, das letzten Endes am dritten Adventswochenende unter Dauerregen und eher wenig Besucherzuspruch über die Bühne ging, rief auch Kritik hervor. 

So äußerten AK-Leser in Leserbriefen den Vorwurf, dass sich der Kreis in Zeiten einer Klimaschutz-Debatte nicht um genau dieses Anliegen kümmere. Man führe Klimaschutz im Munde, handele aber nicht danach. 

Rodeln soll Burg bekannt machen

Hendrik Klein, Sprecher des Kreises, sieht diese Kritik eher gelassen. Diese Aktion sei ein Angebot gewesen, um die Burg in Zeiten fehlenden Naturschnees trotzdem überregional bekannter zu machen und auch den heimischen Bürgern einmal ein ganz anderes Unterhaltungsangebot bieten zu können. 

Wenn man diese Aktion unter Klimaschutz-Gesichtspunkten betrachte, könne man aber durchaus Einwendungen erheben, gibt Klein zu. „Aber manchmal geht es auch um eine Aktion, die Freude bringen soll und zudem in ihrer Dimension doch noch sehr verträglich war.“ 

Der Kreis nehme die Kritik aber ernst, werde sie aufnehmen und in den Fachgremien auch besprechen, versprach der Kreissprecher. 

Weitere Kritik gibt es bezüglich der Illumination, die die Burgmauern einen Monat lang bis gestern in farbenfrohes Licht tauchte. Die Aktion „GlanzLicht“ fand allgemein – auch über Kreisgrenzen hinaus – großen Zuspruch. 

Licht muss 24 Stunden leuchten

In Altena gab es aber auch Unmut, weil die Beleuchtung dauerhaft, also auch tagsüber, eingeschaltet blieb, die optische Wirkung aber im hellen Tageslicht gen Null ging. Auch das fanden einige Bürger mit Blick auf die dafür notwendige Energie, ihren Kosten und den Klimaschutz nicht gut. 

Klein verweist auf Sponsorengelder, ohne die der Kreis als Burgherr diese Aktion nicht hätte durchführen können. Und weil die Illumination technisch sehr anspruchsvoll sei, könne man sie nicht beliebig ein und ausschalten. „Es bestand die Sorge, sie beim Herunterfahren am Abend dann nicht wieder starten zu können. Nur deshalb blieben die Beleuchtungskörper am Netz“, sagt der Pressesprecher. „Es war technisch nicht anders lösbar."

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