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Wegen Inflation: Bekannte Veranstaltungsreihe setzt auf „freiwillige Preise“

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Von: Markus Wilczek

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Mit dem jungen Pianisten Kaan Baysal wird die Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ am 21. August in der Burg Holtzbrinck fortgesetzt.
Mit dem jungen Pianisten Kaan Baysal wird die Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ am 21. August in der Burg Holtzbrinck fortgesetzt. © Özcan

Die Veranstalter der Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ reagieren auf auf die hohe Inflationsrate - mit einem anderen Ansatz.

Altena – Auch die Veranstalter der Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“, die regelmäßig in der Burg Holtzbrinck in Altena gastiert, reagieren auf die derzeitige Lage mit Energie- und Wirtschaftskrise und einer hohen Inflationsrate. Sie folgen allerdings nicht dem sonst branchenüblichen Reflex und verkünden eine Preiserhöhung, sondern gehen sogar den umgekehrten Weg und führen „freiwillige Preise“ ein.

„Damit wir alle trotz Inflation die Erholungspausen bei der ,Weltklassik am Klavier’ weiterhin genießen können“, begründen Kathrin Haarstick und Marga Uken die ungewöhnliche Maßnahme. So beträgt der Mindesteintrittspreis für Erwachsene künftig 20 Euro. „Wer kann und mag, darf gerne an der Kasse aber auch weiterhin den alten Preis von 30 Euro bezahlen“, sagen die Organisatorinnen. Kinder und Jugendliche haben weiterhin freien Eintritt.

Die Änderungen greifen bereits zum nächsten Konzert am Sonntag, 21. August. Unter dem Motto „Virtuoses: Sonaten und La Valse von Ravel!“ wird dann der junge Pianist Kaan Baysal in der Burg Holtzbrinck zu Gast sein.

Baysal (Jahrgang 2003) begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Als Elfjähriger wurde er als Solist des Istanbuler Musikfestivals für die Aufführung von Haydns Konzert in D-Dur ausgewählt. 2014, nach seinem gemeinsamen Auftritt mit Lang Lang, wählte ihn dieser persönlich für die Teilnahme am Allianz Junior Music Camp in Barcelona aus. Kaan Baysal konzertierte als Solist in Orchesterkonzerten bereits unter der Leitung von Howard Griffiths, Jos Zegers und Sascha Goetzel. 2017 wurde ihm die Auszeichnung „Junger Musiker des Jahres“ bei den Donizetti Classical Music Awards zuteil. Im selben Jahr holte er den 1. Platz beim César-Franck-Orgelwettbewerb, 2018 den Sieg beim Pietro-Argento-Wettbewerb, 2019 die Goldmedaille beim 1. Internationalen Musikwettbewerb und den 2. Platz beim International Lang Lang Grand Canal-Competition. Auch gewann er den Mozart-Solistenpreis in der Mozart-Gala im November 2019. Baysal studiert an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.

Beim Konzert in Altena wird Kaan Baysal die Werke großer Meister wie Beethoven, Skrjabin, Chopin, Liszt und Ravel spielen, darunter die Sonate Nr.11 op.22 in B-Dur von Ludwig van Beethoven. Der Komponist selbst hielt sie für die beste seiner frühen Sonaten, obwohl sie deren Popularität nicht erreichte. Beethoven bezeichnete sie sogar als „Grande Sonate“ – und beendete damit wirkungsvoll seine Zeit der hohen Klassik. Der Titel „Die Wut über den verlorenen Groschen“, den Baysal ebenfalls präsentieren wird, stammt übrigens nicht von Beethoven selbst, sondern von seinem Sekretär und Biografen.

Die erste Hälfte des Konzerts endet mit Alexander Skrjabins Fantasie, die die Lücke zwischen seiner dritten und vierten Sonate schließt. Ein kleiner Hund, der seinen Schwanz jagte, inspirierte Frédéric Chopin, seinen Walzer Op. 64 Nr. 1 zu komponieren. Der Titel „Minutenwalzer“ stammt allerdings nicht vom Komponisten.

Abschließend hören die Konzertbesucher „La Valse“. Dieses Stück beschreibt Maurice Ravel als eine „aufsteigende Klangentwicklung mit Bewegung und Licht der Bühne“.

Eintrittskarten

Tickets für das Konzert können ab sofort zur Abholung an der Tageskasse reserviert werden per E-Mail an info@weltklassik.de oder telefonisch unter der Rufnummer 01 51 / 12 58 55 27.

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