Schüler kehren zurück

Wechselunterricht: Schulen setzen auf verschiedene Modelle

Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse sitzen während des Unterrichts in ihrem Klassenzimmer.
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Am Montag, 17. Mai, könnten Schulen im MK zum Wechselunterricht zurückkehren (Symbolbild).

Erleichterung: Ab Montag, 17. Mai, dürfen Schüler im MK wieder im Wechselmodell in den Schulen unterrichtet werden, wenn die Inzidenz nicht wieder über 165 steigt. Dabei setzen die Schulen in Altena und Nachrodt auf sehr unterschiedliche Modelle.

Altena/Nachrodt – Schüler und Lehrer kennen stehen in den Startlöchern für die Rückkehr in die Schulen im Wechselunterricht. Ein Überblick. Drei verschiedene Modelle wird es, wie schon in der Vergangenheit, am Burggymnasium geben. Grundsätzlich gilt: Gewechselt wird im Wochenrhythmus. Man habe sich mit anderen Schulen und auch mit den Eltern kurzgeschlossen, berichtet Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper.

Ergebnis: Es gibt kein optimales Modell. „Nach Ansicht der zuständigen Arbeitsgruppe hat das bisher ausgewählte Modell aber die wenigsten Nachteile, so dass wir es bis zu den Sommerferien mit Anpassungen beibehalten wollen“, schreibt der Schulleiter im inzwischen 32. Corona-Brief an die Schulgemeinde.

Burggymnasium: Nach Namen und mit Hybridunterricht

Konkret bedeutet das, dass in den Jahrgangsstufen fünf bis neun die Hälfte der Klassen in die Schule kommt. Los geht es am Montag mit den b-und d-Klassen (5b, 5d, 6b, 6d und so weiter). Die Klassen werden dann halbiert und in unterschiedlichen Räumen unterrichtet. Die Schüler, die zuhause bleiben, bekommen abends Aufgaben, die sie am darauffolgenden Tag lösen sollen.

Anders sieht das Modell für Zehntklässler aus. Auch dort kommt nur die Hälfte der Schüler in die Schule, los geht es mit denen, deren Nachname mit Li bis Z beginnt. Die andere Hälfte wird per Liveschaltung in den Präsenzunterricht zugeschaltet. Bewährt sich dieses Modell, dann könne es unter Umständen auf die unteren Klassen ausgeweitet werden, meint Holtkemper. Die Elftklässler gelten als Abschlussklasse und erhalten ausschließlich Präsenzunterricht.

Sekundarschule Altena-Nachrodt: Nach Kursen sortiert

„Wir haben alles vorbereitet, aber auch Alternativen, wenn alles anders kommt“, sagt Anne Rohe, Leiterin der Sekundarschule. Am Standort Nachrodt wird in halbierten Klassen unterrichtet, in Altena sind die Gruppen nach ihrer Zugehörigkeit zu E- und G-Kursen aufgeteilt. Die Lehrer teilen den Schülern mit, zu welcher Gruppe sie gehören und wann die Gruppe Unterricht hat.

Während für die Sekundarschüler am Holensiepen der Wechselunterricht durchläuft, müssen aufgrund der Zentralen Prüfungen in der Klasse 10 einmal die Klassen 8 und einmal die Klassen 9 zu Hause beschult werden, weil die Räume zu den Prüfungszeiten belegt sind. Termine: 19. Juni für das Fach Deutsch, 20. Juni Englisch, 27. Juni Mathematik.

Abschlussprüfungen: Corona-Tests nicht am Prüfungstag

Da die Aufregung für die Zehntklässler ohnehin schon groß ist, werden die Corona-Tests so verlegt, dass sie nicht an den Prüfungstagen, sondern davor und danach stattfinden. „Die Schüler sind gut vorbereitet und dürfen sich auch gut vorbereitet fühlen“, ist Anne Rohde zuversichtlich, dass die „ZP10“ trotz besonderer Unterrichtsbedingungen kein Problem sein wird. Ähnlich war die Vorgehensweise fürs Abitur am BGA.

Sollten Prüfungsschüler in Quarantäne sein, können sie trotzdem mit einem negativen Test an den Abschlussprüfungen teilnehmen – in einem extra zur Verfügung gestellten Raum, beaufsichtigt und allein. Zum Unterrichtsstart am Montag sagt Anne Rohde: „Wir freuen uns, die Schüler wieder live und dreidimensional sehen zu können, und wir hoffen, die Kinder, die uns verloren gegangen sind, wieder einfangen zu können.“

Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde: Start in der Schule am Dienstag, 18. Mai

Gelassen blickt Carsta Coenen, Leiterin der Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde, auf den Re-Start, der für die Grundschüler erst am Dienstag, 18. Mai, beginnt. Am Montag findet eine lang geplante Lehrerkonferenz statt, Kinder können aber in die Notbetreuung kommen. Alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie im MK lesen Sie in unserem News-Blog

Der Wechselunterricht gestaltet sich wie folgt: Für die Gruppe eins (immer eine halbe Klasse) ist montags, mittwochs und freitags Präsenzunterricht, für die Gruppe 2 dienstags und donnerstags, in der Folgewoche dann entsprechend andersherum. Für zu Hause gibt es Arbeitspläne.

Lolli-Tests: Belastung für Eltern

Einspielen wird sich dann auch das Prozedere der Lolli-Tests. In dieser Woche kamen die Ergebnisse mitten in der Nacht. „Für die Kinder ist die Handhabung etwas einfacher, wobei man sagen muss, dass auch die Nasenabstriche für die Kinder kein Problem waren. Durch die Lolli-Tests ist der Verwaltungsaufwand natürlich größer. Und für die Eltern ist es durchaus eine zusätzliche Belastung, wenn sie erst frühmorgens die Mitteilung bekommen“, sagt Carsta Coenen.

Sollte also ein Pool-Test positiv ausfallen, müssen zunächst alle Kinder der getesteten Klasse von jetzt auf gleich zu Hause bleiben, was berufstätige Eltern vor Herausforderungen stellen wird. Dass die Grundschüler wieder in die Schule kommen können, freut Carsta Coenen sehr. „Wir sind froh, weil man die Kinder viel mehr begleiten kann und es auch viele Dinge gibt, die man nur im Präsenz-Unterricht behandeln kann.“

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