Präsenzunterricht: Schulen setzen auf eine Karte

Viel zu planen, bei Weitem nicht nur Stundenpläne, hatte Wolfgang Wilbers, Leiter der Grundschulen im Mühlendorf und in Dahle, in den letzten Tagen.
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Viel zu planen, bei Weitem nicht nur Stundenpläne, hatte Wolfgang Wilbers, Leiter der Grundschulen im Mühlendorf und in Dahle, in den letzten Tagen.

Es geht ab Montag zurück in die Schule – zumindest für Grundschüler und die Abschlussklassen im Wechselunterricht. Wie wird das aussehen? Ein Überblick.

Burggymnasium Altena

Altena/Nachrodt - „In erster Linie freuen wir uns, dass wir überhaupt wieder Schüler in der Schule begrüßen dürfen“, sagt Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper. Angesichts der Infektionslage und der Virusmutationen habe er die Befürchtung gehabt, dass die Schulschließungen verlängert werden.

Die Entscheidung, dass an den Gymnasien die Schüler der Qualifikationsphase als erste wieder kommen dürfen, sei angesichts der Vorbereitung auf die Abiturprüfungen „sicherlich der richtige Weg“. Für die Jahrgangsstufen 11 und 12 geht es am Montag wieder los. Das heißt: Allen Schülern, die vor Prüfungen stehen und einen Abschluss anstreben, wird eine Rückkehr in den Präsenzunterricht ermöglicht. Hinsichtlich des Zeitpunktes macht sich Hans-Ulrich Holtkemper „wenig Sorgen“. Er habe erlebt, dass nicht nur die Schüler, sondern auch Eltern und Kollegen „ein vorbildliches Verhalten“ an den Tag gelegt hätten. Zudem hätten natürlich insbesondere die Schüler der Qualifikationsstufe (11 und 12) „ein starkes Interesse daran, gut vorbereitet zu werden“.

Dass bis Ostern noch die Vorabitur-Klausuren geschrieben werden müssen, sei keine zu große Herausforderung. „Es geht pro Schüler um drei Klausuren“, präzisiert Holtkemper. Es sind die drei Fächer des schriftlichen Abiturs. Damit die Gruppen klein bleiben, gibt es am BGA dafür sechs Prüfungstage.

Für die Schüler der Abschlussklassen ist grundsätzlich eine Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts auch in voller Klassenstärke möglich. Um Kontakte zu reduzieren, können Klassen und Lerngruppen am BGA jedoch auch geteilt werden – „falls hierzu die personellen und räumlichen Voraussetzungen gegeben sind“, schränkt der Schulleiter ein.

Und der Sportunterricht? Die Fachlehrer entscheiden je nach Sportart, inhaltlicher Gestaltung der Stunden und Wetterlage, ob Präsenzunterricht im Kursraum oder draußen stattfindet. In der Sporthalle wird dagegen kein Unterricht stattfinden.

Grundschulen Mühlendorf und Dahle

An der Gemeinschaftsgrundschule mit Standorten im Mühlendorf und in Dahle setzt man auf kleine Gruppen. „Wir werden die Klassen an beiden Standorten in jeweils zwei kleine Lerngruppen aufteilen“, erklärt Schulleiter Wolfgang Wilbers. Zudem gibt es einen regelmäßigen Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht. Vorgesehen sind vier Stunden Unterricht pro Tag. Dies sichere einen direkten Übergang bis zur 8-bis-1-Betreuung, aber auch den Anschluss an den Schulbusverkehr. „Auf diese Weise bleibt für die Lehrer auch noch Zeit, sich um die Kinder zu kümmern, die am jeweiligen Tag zuhaus auf Distanz lernen.“

Ob der Zeitpunkt der Wiedereröffnung angesichts der Inzidenzzahlen richtig gewählt ist, möchte Wolfgang Wilbers nicht kommentieren. „Meine Aufgabe ist es nicht, das zu kommentieren. Meine Aufgabe ist es, die Vorgaben des Schulministeriums umzusetzen.“ Die aktuelle Verordnung gilt im Übrigen nur bis Sonntag, 21. Februar. „Was danach ist, ist unsicher“, meint Wilbers.

Grundschule Nachrodt und Wiblingwerde

Mit halbierten Klassen geht man auch in der Doppelgemeinde an den Neustart. Nur am Montag gibt es einen „Schichtbetrieb“, erläutert Schulleiterin Carsta Coenen – zwei Stunden für die ersten Gruppen, zwei Stunden für die zweiten Gruppen. Danach gehen alle Schüler in den Wechselunterricht. „Wir müssen erst einmal sehen, wo die Kinder nach dem Distanzunterricht stehen. Zum Sportunterricht gibt es noch keine konkreten Überlegungen.“ Aber: „Wir werden den Kindern bewegungstechnisch entgegenkommen“, so Coenen.

Grundschule Breitenhagen

Die Klassen wurden halbiert: Es gibt grüne und gelbe Gruppen. Die einen kommen montags, dienstags und mittwochs zum Präsenzunterricht, die anderen donnerstags und freitags. „In der folgenden Woche ist es umgekehrt“, erläutert Schulleiter Jörg Schlüter. Der Unterricht beginnt zeitversetzt; die dritten und vierten Klassen kommen zur zweiten Stunde. Zur Wiedereröffnung: „Ob der Zeitpunkt richtig ist, wird sich herausstellen. Das kann jetzt niemand sagen.“

Sekundarschule Altena und Nachrodt

Der Jahrgang zehn der Sekundarschule mit Standorten in Altena und Nachrodt wird in sechs Gruppen unterteilt, sortiert nach Erweiterungs- und Grundkursen. „So ist sichergestellt, dass wir konstante Lerngruppen haben“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Gudrun Reinecke-Bartelt. Der Präsenzunterricht findet im täglichen Wechsel für je drei Gruppen statt. Weil es um maximal 40 Schüler geht, könnten Abstände in der Schule in Altena, wo die Zehntklässler unterrichtet werden, gut eingehalten werden.

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