Wasseruhren schützen

So sieht es aus, wenn eine Wasseruhr kapuutfriert.

ALTENA ▪ Mit Beginn der kalten Jahreszeit raten die Stadtwerke dazu, Wasseruhren und -leitungen vor Frost zu schützen. Vor allem Besitzer leerstehender Gebäude sollten einige Vorsichtsmaßnahmen beachten, meint Ralf Berlet, der technische Leiter des Unternehmens.

„Die erste Regel lautet: Fenster zu!“, sagte Berlet gestern – bei 80 Prozent der Rohrbrüche, zu denen die Stadtwerke gerufen würden, stehe in unmittelbarer Nähe der Schadensstelle ein Fenster offen. Selbst bei bewohnten Häusern könne das zu Schäden führen, warnte der Fachmann.

Grundsätzlich rät das Unternehmen bei sehr kalten Kellern dazu, Wasserleitungen mit handelsüblichen Isolierschalen zu versehen und Wasseruhren durch Decken oder andere Stoffe vor allzu großer Kälte zu schützen. Nicht ratsam ist es nach Ansicht Berlets, leerstehende Häuser ganz auskühlen zu lassen: „Eine gewisse Grundheizung sollte gewährleistet sein“. Schließlich seien nicht nur Wasseruhr und Leitungen gefährdet, sondern zum Beispiel auch die Armaturen. „Ich kenne Fälle, da wurden Wasserhähne förmlich aus der Wand gesprengt“, berichtet der Fachmann und ergänzt, dass es auch dem übrigen Bauteil nicht gut tue, wenn es dauerhaft dem Frost ausgesetzt sei.

Wenn es denn passiert und eine Leitung platzt, dann kann es richtig teuer werden – und nicht alles bezahlen die Versicherungen. Die kommen zwar in aller Regel für die Schäden an Leitungen und Gebäudebestandteilen auf, erklärte Friedrich Wilhelm Kraus von Kraus, Opitz und Partner. Sie zahlen aber nur dann die Wasserrechnung, wenn das im Vertrag vereinbart ist. Und wer auf der sitzen bleibt, muss richtig bluten ,,wenn ein paar Tage lang Wasser geflossen“ ist. Das Wasser ist geliefert und muss bezahlt werden – diese Haltung vertreten die Stadtwerke und bieten Geschädigten allenfalls eine Ratenzahlung an. Berlet verwies auf einen entsprechenden Beschluss des Aufsichtsrates. Nur das Abwasserwerk lasse unter Umständen mit sich reden: Wenn das Wasser nicht in den Kanal gelangt sei, könne nach einem Rohrbruch auf Antrag die Gebühr erlassen. J ben.-

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