Hochwasserschutz

Bäche bekommen mehr Platz

Hochwasser Altena Arbeiten danach
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Oberhalb des Wendehammers kann der Bach jetzt in die Breite gehen.

Im Brachtenbecker Tal kann man jetzt erste Versuche beobachten, den Bächen mehr Raum zu geben. Es wurden etliche Tonnen Schotter aus dem Bachbett geholt, um die sogenannte Sohle des Gewässers auf das Niveau von vor dem Hochwasser zu bringen. Dabei wurde auch versucht, wo immer möglich auch den Querschnitt zu vergrößern.

Altena – „Böschung statt Mauern“ lautet die von Roland Balkenhol ausgegebene Devise, die durchaus einleuchtet: Wird eine senkrechte Mauer durch eine 45-Grad-Böschung ersetzt, hat der Bach anschließend deutlich mehr Platz.

Retentionsraum am Wendehammer

Noch besser ist es, wenn es größere Bereiche gibt, die überflutet werden können, ohne dass es zu Schäden kommt. „Retentionsraum“ nennt das der Fachmann. Was an Nette und Rahmede kaum möglich ist, ließ sich in der Brachtenbeck oberhalb des Wendehammers im Kleinen realisieren: Dort gibt es keine Bebauung, das Bachbett konnte so modelliert werden, dass der Bach jetzt bei hohen Wasserständen gut 20 Meter breit fließen kann.

In diesem Bereich mündet auch der kleine, im Normalfall ganz unscheinbare Oevenscheider Bach. Ein großer Schuttberg zeigt, dass auch er am 14. Juli zu einem reißenden Gewässer wurde. Weil er zwischen Straße und Hang kaum Platz hat, hat jetzt ein Gartenbaubetrieb aus Hemer Sträucher und Bäume gefällt beziehungsweise zurückgeschnitten, um den Abfluss von Hochwassern zu verbessern.

Am Oevenscheider Bach schneidet eine Gartenbaufirma den Uferbewuchs zurück.

Dass in der Brachtenbeck Schadenbeseitigung und erste Verbesserungen an der Abflusssituation miteinander verknüpft werden, sei mit der unteren Wasserbehörde abgeklärt, sagte Bau-Abteilungsleiter Roland Balkenhol. Die Stadt hat einen Wasserbauingenieur aus Dortmund engagiert, „dem lassen wir da weitestgehend freie Hand.“

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