Umfangreiche Messreihe gestartet / Kommende Woche Einspeisung ins Netz

Fuelbecker Talsperre: Wasserwerk in Betrieb

Blick auf die Fuelbecke-Talsperre. Die Stadtwerke Altena haben ihre Schularbeiten gemacht. Marc Bunse, Chef des Versorgers, kündigte vor dem Rat ein baldiges ende des Notbetriebes im Wasserwerk an.

Altena - Marc Bunse stellte den Mitgliedern des Rates der Stadt Altena am Montag, 27. Oktober, das baldige Ende des „Notbetriebs“ im Wasserwerk in Aussicht. Der Geschäftsführer der Stadtwerke informierte über die Maßnahmen, die das Unternehmen nach Bekanntwerden der erhöhten Manganwerte im Wasser der Fuelbecker Talsperre unternommen hat.

Die Revision der Filteranlagen sei planmäßig abgeschlossen worden, seit Wochenbeginn laufe wieder Wasser durch die Filterschichten. Damit beginne eine umfangreiche Messreihe, die mindestens eine weitere Woche in Anspruch nehmen werde. Wenn die dabei ermittelten Werte es zuließen, gehe die Anlage in etwa einer Woche wieder ans Netz. Ab dann müsse kein Wasser von den Stadtwerken Iserlohn mehr zugekauft werden.

Gekostet hat die Aktion nach Bunses ersten Schätzungen einen niedrigen sechsstelligen Betrag. Auf Nachfrage von Andreas Michel (Die Linke) sagte er, eine Erhöhung des Wasserpreises sei nicht geplant. Das werde aber zur Folge haben, dass der Gewinn des Unternehmens für 2014 geschmälert werde.

Mit Schadensersatzansprüchen rechnet Bunse nicht. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Trinkwasserversorgung sehen zum einen eine Haftung nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit vor. Zum anderen haben die Stadtwerke Kunden, die über verfärbte Wäsche klagten, mit Zitronensäure versorgt. Seines Wissens habe das erneute Waschen mit diesem Mittel das Wäsche in allen Fällen wieder entfärbt, sagte der Stadtwerkechef.

Erneut dementierte Bunse, dass es einen Zusammenhang mit der Ausbringung von Gülle im Raum Rosmart geben könnte. Schon als die Stadtwerke davon erstmals Kenntnis erhalten hätten, seien gezielte Messungen in der Zuläufen der Talsperre vorgenommen werden. Es habe zu keinem Zeitpunkt erhöhte Werte zum Beispiel von Nitrat, Nitrit oder gar Kolibakterien gegeben, was bei einem Gülleeintrag zu erwarten gewesen wäre.  

von Thomas Bender

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