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Arbeitgeberangebot eine „Frechheit“: VDM-Beschäftigte wollen acht Prozent mehr Lohn

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Von: Thomas Bender

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Die Beschäftigten von VDM Metals in Altena legten am Mittwochvormittag die Arbeit für eine Stunde nieder.
Die Beschäftigten von VDM Metals in Altena legten am Mittwochvormittag die Arbeit für eine Stunde nieder. © Bender, Thomas

„Acht Prozent, acht Prozent“ – mit Sprechchören und Trillerpfeifen stärkten Beschäftige des Werks Altena von VDM Metals am Mittwoch ihrer Gewerkschaft den Rücken.

Die IG Metall (IGM) hatte zu einem einstündigen Warnstreik aufgerufen, die Resonanz darauf war überschaubar. Torsten Kasubke, erster Bevollmächtigter der IGM im Märkischen Kreis, führte das auch darauf zurück, dass viele in der durch den Feiertag „kurzen“ Woche Urlaub hätten.

In seiner Ansprache klagte der Gewerkschafter über einen „Lohnraub durch die Inflation“. Das Angebot der Arbeitgeberseite (eine Einmalzahlung von 3000 Euro, anschließend 30 Monate keine Tariferhöhung mehr) bezeichnete Kasubke als „Frechheit“ und „Provokation“. Die Beschäftigten seien bereit, auch für längere Zeit die Arbeit niederzulegen, kündigte er an.

Errungenschaften „nicht vom Himmel gefallen“

Dem stimmte Ali Sen, der Betriebsratsvorsitzende des Werks, zu. Er erinnerte daran, dass 35 Stunden-Woche, sechs Wochen Urlaub und andere Errungenschaften nicht vom Himmel gefallen, sondern erstreikt worden seien. „Das Arbeiten muss sich wieder lohnen, und zwar für alle“, forderte Sen. 

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