Neue Farben für den Pragpaul

Auch am Pragpaul zeigt die Baugesellschaft jetzt Farbe.

Altena  - Neue Farben für den Stadtteil Pragpaul: Künftig werden Häuserwände und Giebelflächen an der Liebig-, Humboldt- und Harkortstraße zu „erlebbaren Orientierungspunkten im Wohngebiet.“

Das ist die Idee von Peter Zoernack. Einmal mehr hat die Altenaer Baugesellschaft (ABG) die Dienste des Farbdesigners in Anspruch genommen, um den Pragpaul aus seiner heute eher monochromen Erscheinung herauszuhelfen. Zoernack analysierte: „Die Architektur ist dort von der Form her, von Haus zu Häusergruppe, immer gleich, ohne gestalterische Schwerpunkte.“ Das ändert sich jetzt.

Für Malermeister Sebastian Resch gilt bei der Umsetzung am Pragpaul: Die Farbe ergründet die Form der dortigen Architektur und folgt ihr an den Häusern mehrfarbig. Zoernack: „Nichts anderes tut sie in der natürlichen Landschaft auch.“ 

Verspieltes Erscheinungsbild

Zur Anwendung kommen hier ein grafischer ruhiger Vorschlag, neben einem verspieltem mehrtonigen Erscheinungsbild und eine freie Version mit einer organischen Struktur. 

Diese drei Typen werden in unterscheidbaren individuellen Farbigkeiten ausgedeutet, sodass jedes Haus einen eigenen Charakter erhält. Das, so der Malermeister, fördere die Orientierung im Stadtteil. Zusätzliche dienen große Hausnummern und Straßennamen als Hilfen, unter anderem für Notärzte oder Krankenwagen.

Mit im Boot ist bei der Fassadengestaltung ein Graffitikünstler. Stefan Dressler wird auf drei Giebelflächen „ab-strahierte Porträts der Namensgeber der jeweiligen Straße“ aufsprühen. Diese Wandbilder lassen dem Betrachter viel Raum für eigene Interpretationen. 

Balkone bleiben erhalten

Dressler sagt, er werde die typischen Gesichtszüge von Justus von Liebig (Chemie-Professor und Gelehrter), Friedrich Harkort (Unternehmer, Politiker und vielfach ,Vater des Ruhrgebiets’ genannt) sowie Alexander von Humboldt (Weltreisender und Naturforscher) frei herausarbeiten, ohne dabei die Architektur als Leinwand zu missbrauchen. 

ABG-Vorstand Joachim Effertz meint: „Die neuen Giebelflächen werden erlebbare Orientierungspunkte im Wohngebiet sein.“ Übrigens: Die Balkone der ABG-Mietshäuser bleiben innerhalb der Sanierungen erhalten. -

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