154 Mädchen und Jungen erkunden die Natur

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Welche Bäume stehen hier? Nur eine, von insgesamt 20 Fragen, die die Grundschüler zu beantworten hatten. ▪

ALTENA ▪ Mit Feuereifer flitzten die Mädchen und Jungen am Montagvormittag durch den Wald, um die 20 Fragen für die Waldjugenspiele zu beantworten. An der 13. Veranstaltung im Märkischen Kreis nahmen auch die Viertklässler der Grundschulen Mühlendorf, Evingsen und Dahle teil.

154 Kindern aus acht Klassen wurden von der Waldschule MK, dem Regionalforstamt des Landesbetriebs Wald und Holz, sowie dem Lernort Natur an den Wald und seine tierischen Bewohner herangeführt.

„Euer Besuch hat heute nichts mit Mathe oder einem Diktat zu tun“, begrüßte Förster Franz-Josef Stein die vierten Klassen. Und dennoch: „Ihr müsst aufpassen, was ich euch zu sagen habe, denn es könnte sich lohnen“, machte es der Förster spannend. Die Gruppen, die alle 20 Fragen richtig beantwortet haben, nehmen an einer Verlosung teil und haben die Chance auf tolle Gewinne. Ein Besuch im Landtag oder ein Ausflug in einen Wildpark sind die Hauptpreise.

„Doch vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gestellt“, schickte Stein die Mädchen und Jungen auf den Rundweg. „Und verhaltet euch ordentlich“, ermahnte er den Nachwuchs. Dass sie ihren Müll nicht achtlos ins Gestrüpp werfen dürfen, sondern im Rucksack wieder aus dem Wald mitnehmen und in einem Mülleimer entsorgen müssen, wussten die Waldjugendspiel-Teilnehmer nur zu gut. Und auch die Tatsache, dass von den Bäumen und Sträuchern im Vorbeigehen keine Zweige abgerissen werden sollen. Zudem verriet der Förster noch den Trick, wie mit einem Stock die Höhe eines Baumes ermittelt werden kann – wer hier gut zuhörte, konnte die letzte Aufgabe des Fragebogens ohne große Probleme meistern. Etwas mehr zu rätseln hatten die Kinder derweil beim dem ein oder anderen Stopp entlang des Parcours über den Klusenberg. Blätterformen mussten den entsprechenden Bäumen zugeordnet, die Bedeutung von Wanderzeichen erklärt, Spuren von Tieren gesucht und dem richtigen Waldbewohner zugeordnet werden. Seit gestern wissen die Grundschüler aber auch, was mit dem Begriff „Verfegen“ gemeint ist. Entlang ihres Wegs durch die Natur stoppten die Gruppen aber auch am Kriegerdenkmal – ein geschichtsträchtiger Aspekt, der ebenfalls in den Aufgabenkatalog mit einfloss wie die Vorgabe, an einer „Ruhestation“ die Geräusche des Waldes bewusst wahrzunehmen.

Im Sachkundeunterricht werden die Grundschüler ihr neu gewonnenes Wissen rund um den heimischen Wald und die Umwelt gemeinsam mit ihren Lehrerin den nächsten Tagen noch einmal vertiefen.

Mit den Waldjugendspielen hoffen die Organisatoren, dem Nachwuchs einen positiven Zugang zur Natur zu ermöglichen, und der Entfremdung von der Umwelt entgegenzuwirken. Wer mit allen Sinnen die Besonderheiten des Waldes und seiner Bewohner erkundet, lernt einen partnerschaftlichen Umgang mit der Natur und wird sie, so das erklärte Ziel, künftig vielleicht mehr zu schätzen wissen und schützen. ▪ Susanne Riedl

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