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Waldbrand am Hegenscheid: Deswegen bleibt Brandursache wohl unklar

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Von: Markus Wilczek

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Das Feuer breitete sich auf dem trockenen Waldboden am Hegenscheid rasend schnell aus. In der Spitze brannten rund 140 000 Quadratmeter.
Das Feuer breitete sich auf dem trockenen Waldboden am Hegenscheid rasend schnell aus. In der Spitze brannten rund 140 000 Quadratmeter. © Wiechowski, Jona

Der Grund für den verheerenden Waldbrand in der vergangenen Woche am Hegenscheid im Grenzgebiet zwischen Altena und Iserlohn bleibt wohl ungeklärt. Die Polizei hat ihre Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache mittlerweile eingestellt, wie Polizeisprecher Christof Hüls am Freitag auf Nachfrage der Redaktion sagte.

Altena – Der Waldbrand war am Mittwoch vergangener Woche ausgebrochen und hatte über Stunden zunächst unkontrolliert gewütet. Schließlich brannte eine Fläche von rund 140 000 Quadratmetern, was etwa der Größe von 19 Fußballfeldern entspricht. Die Löscharbeiten beschäftigte die Feuerwehr über mehrere Tage (wir berichteten).

Schnell nach dem Abschluss der Löscharbeiten machten sich die Brandermittler der MK-Polizei auf die Suche nach der Ursache. „Wir konnten herausfinden, dass der Brand ganz in der Nähe des Hegenscheider Weges ausgebrochen ist, die Ursache bleibt allerdings ungeklärt“, sagte Christof Hüls. Die Polizei bleibt aber bei ihrer Vermutung der Brandstiftung. „Vielleicht hat eine aus einem Autofenster geworfene Zigarettenkippe das Feuer ausgelöst, aber beweisen können wir das nicht“, so Hüls. Auch Zeugenaussagen in diese Richtung liegen der Polizei bislang nicht vor. Weil die Entstehung des Brandes mittlerweile rund eineinhalb Wochen zurückliegt, hat der Polizeisprecher auch keine große Hoffnung mehr, dass sich mögliche Zeugen noch melden könnten. „Deshalb haben wir die Akte geschlossen“, sagte Hüls.

Im Kampf gegen die Feuerwalze am Hegenscheid waren in der Spitze rund 450 Kräfte – Feuerwehr, Polizei sowie die Hilfsorganisationen DRK und THW – aus dem gesamten Kreisgebiet und dem Kreis Olpe im Einsatz. Unterstützung aus der Luft lieferten zwei Lösch- und ein Aufklärungshubschrauber. Feuerwehr-Pumpenspezialisten aus dem Kreis Olpe brachten Hochleistungspumpen an den Hegenscheid, mit denen bis zu 9000 Liter Wasser pro Minute aus der Lenne in das betroffene Gebiet befördert werden konnten. Auch ein Wasserwerfer der Polizei – das Gerät verfügt über einen 10 000-Liter-Tank – wurde eingesetzt, um im Iserlohner Bereich des Hegenscheids ein Übergreifen der Flammen auf Wohnhäuser zu verhindern. Vorsorglich waren rund 30 Personen evakuiert worden.

Wie es mit dem verbrannten Wald weitergeht, ist derzeit noch nicht klar. Erst einmal wird der Schaden ermittelt.

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