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Großer Waldbrand in Altena: Jetzt laufen die Nachlöscharbeiten

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[Update 12.01 Uhr] Altena - Der Großeinsatz am Hegenscheid in Altena neigt sich dem Ende entgegen. Der Brand eines 10.000 Quadratmeter großen Waldstücks, der am Dienstagabend zu einem Großalarm führte, ist weitgehend abgeschlossen. Noch sind aber Feuerwehrkräfte in dem unwegsamen Gelände.

Die Feuerwehr verzichtete am späten Dienstagabend gegen 23.30 Uhr nach Einbruch der Dunkelheit auf größere Löschmaßnahmen. Sie wären in dem steilen und unwegsamen Gelände zu gefährlich gewesen.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Flammen laut Feuerwehr Iserlohn, die die Einsatzleitung bei der Koordination der Einsatzstelle und bei der Wasserversorgung unterstützten, unter Kontrolle. Außerdem waren Kräfte aus Hemer, Balve und Menden mit in den Einsatz eingebunden. Ebenso wurde das DRK zur Betreuung und den Eigenschutz der Einsatzkräfte alarmiert.

Zurück blieb eine Brandsicherheitswache von der Feuerwehr Menden, die vereinzelt wieder aufflammende Brandstellen ablöschte. Die Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde besetzte die Feuerwache Altena und stellte so den Brandschutz für die Stadt sicher.

Am Mittwochmorgen wurden die Arbeiten bei Einbruch der Helligkeit wieder aufgenommen. Gegen 10.30 Uhr meldete der Kreisbrandmeister per Facebook: "Nach 17 Stunden konnten wir unseren Einsatz in Altena beenden. Herzlichen Dank an alle eingesetzten Kräfte für die super Zusammenarbeit und Euren Kampfgeist. [...] Zum Glück ist Niemandem etwas passiert."

Die Feuerwehreinsatzkräfte aus den umliegenden Kommunen sind abgezogen: Aktuell sind die Löschzüge 1 und 3 der Altenaer Feuerwehr noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Unterhalb des Hegenscheids, an der Stadtgrenze zu Iserlohn, waren am frühen Dienstagabend rund 10.000 Quadratmeter Waldboden und junger Waldbewuchs in Brand geraten.

Warum, ist derzeit unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache können erst nach Abschluss der Löscharbeiten beginnen.

Das ist unser Bericht von Dienstagabend:

Am Hegenscheid in Altena ist am späten Dienstagnachmittag ein großer Waldbrand ausgebrochen. Da es sehr windig ist, breitet sich das Feuer in hoher Geschwindigkeit aus. 

Ein Waldspaziergänger hatte Rauchentwicklung nahe eines Weges im Gebiet Hegenscheid gemeldet und sofort die Feuerwehr informiert. Über dem Wald steht eine weithin sichtbare Rauchwolke, die bis in die Stadt hinein zu sehen ist.

Waldbrand am Hegenscheid in Altena

Schon ab ehemals Koelschen Joe sperrten Feuerwehr und Polizei die Straßen großräumig ab. Die Einsatzkräfte näherten sich mit ihren Löschfahrzeugen dem Feuer.

Wehr muss lange Leitungen legen

Da die Einsatzstelle in sehr unwegsamen Gelände liegt, hatten die Einsatzkräfte große Schwierigkeiten, den Brandort zu erreichen. 

Die Wehr musste kilometerlange Schlauchverbindungen von der Lenne hinauf zum Brandherd legen und Pumpen einsetzen, um das mühselig herbeigeschaffte Löschwasser überhaupt zur Einsatzstelle zu transportieren. Dort wurde das Feuer von zwei Seiten aus bekämpft.

Da es absehbar war, dass dieser Einsatz größere Dimensionen annimmt, wurde eine strukturierte Einsatzleitung am Flugplatz Hegenscheid aufgebaut.

Feuer konnte lokalisiert werden

Gegen 19.50 Uhr war das Feuer zwar lokalisiert und unter Dauer-Löschwasser-Beschuss genommen, doch die Löscharbeiten selbst werden sich bis weit nach Einbruch der Dunkelheit ziehen.

"Es ist davon auszugehen, dass die Löscharbeiten die ganze Nacht über andauern werden", schätzte ein Sprecher der Rettungsleitstelle.

Hoher Sachschaden

So viel scheint aber bereits jetzt klar: Der Sachschaden wird im hohen fünfstellen Euro-Bereich liegen. Auf den ersten Blick wurde aber keine Person verletzt vorgefunden. Die Einsatzleitung hat vorsorglich eine Hubschrauberbesatzung angefordert. Die, so die Information unserer Redaktion, soll spätestens ab 20.30 Uhr über dem Gebiet eine Sichtung vornehmen. 

Neben der gesamten Feuerwehr Altena wurde auch die VDM-Werksfeuerwehr, die Feuerwehr Iserlohn und Einheiten aus dem weiteren Umland alarmiert. Mehr als 150 Rettungskräfte sollen im Einsatz sein. Die Feuerwehr Balve unterstützt die Arbeiten vor Ort mit einem speziellen Fahrzeug, das 2000 Meter Schlauchleitungen an Bord hat, die während der Fahrt verlegt werden können. 

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