Wahrzeichen der Alte Linde-Gaststätte

Lindenbäume in Dahle sind schwer krank und erhalten Radikalschnitt 

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Statt haushoch sind nur noch zwei, drei Meter geblieben: Die historischen Linden vor dem Gasthof „Alte Linden“ in Dahle waren krank. Ein aggressiver Pilz hatte den Hölzern arg zugesetzt. Der Märkische Kreis musste handeln. Auch wenn der Anblick ein wenig traurig stimmt.

Altena – Von den einst mächtigen Lindenbäumen vor dem gleichnamigen Gasthof „Alte Linden“ in Dahle ist nicht mehr viel übrig. Doch halt, bevor Vorwürfe die Runde machen, die Hölzer waren krank. Schwer krank sogar. Das bestätigte auf Anfrage Matthias Hattwig, Sachgebietsleiter bei der Unteren Naturschutzbehörde des Märkischen Kreises.

Beide Bäume waren von einem aggressiven Pilz befallen. Und der Fachmann vom Kreis ist sogar ein bisschen froh, dass wenigstens noch ein Teil der „vermutlich mehr als 300 Jahre alten Bäume“ jetzt gerettet werden konnte. „Ich denke mal, die werden jetzt zu Bäumen mit Bubiköpfen“, spielte er humorig auf den Radikalrückschnitt an.

Verkehrssicherung habe nun einmal oberste Priorität und da habe der Kreis als Eigentümer der Naturdenkmäler keine andere Wahl gehabt, als sie von Fachleuten beschneiden zu lassen. Bedauern tut das auch Gastwirt Reinhold Thun als Betreiber der Dahler Traditionsgaststätte.

Naturdenkmal – nur ein Rest blieb davon.

Mehr möchte und kann er auch nicht zu diesem Fall beitragen. Das Ortsbild in Dahle im Mittelpunkt des Ortes ist ein Stück ärmer geworden. Jetzt hoffen alle Verantwortlichen, dass die Rumpfstämme den Radikalschnitt der Säge überstehen und wieder ausschlagen. 

Wenn nicht, müssen auch die Stümpfe fallen. Sinn oder Unsinn: Die Denkmalplaketten schmücken beide Hölzer noch immer. Sie erinnern wohl an bessere Zeiten...

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