Im Februar stehen die SPD-Kandidaten fest

Tanja Jäker (r.) und Kollegin Angela Klimke-Mertens bereiten den Super-Wahlsonntag im Mai vor. Foto: Bonnekoh

ALTENA -  Die SPD geht mit breiter Brust in den Kommunalwahlkampf. „Selbstverständlich können wir alle 16 Stimmbezirke mit fähigen Kandidaten besetzen. Unsere Mitglieder werden sogar möglicherweise die Qual der Wahl haben“, sagte auf Anfrage SPD-Ortsverbandschef Lutz Vormann.

„Wir werden eine gute Mischung aus alt und jung aufbieten.“ Zurzeit mache sich der engere Ortsvereins-Vorstand „seine Gedanken“. Dann gäbe es „spätestens Mitte Februar die Mitgliederversammlung, die die Kandidaten und Ersatzkandidaten bestimmt.“ Vormann schließt dann Kampfkandidaturen „auf Grund unserer personellen Vielfalt nicht aus.“ Dass die CDU immer abwarte, was die anderen Parteien an Personalvorschlägen hätten, habe ja Tradition am Ort. So kommentierte er die Ratsbewerber-Normierung der Union, die Ende Februar stattfinden soll (wir berichteten).

Den Wechsel des langjährigen SPD-Ratsherrn und -Ortsvereinschefs Wolfgang Wilbers zur CDU, wollte er nicht öffentlich bewerten. Er habe aber für ihn und die SPD durchaus ein Geschmäckle, wenn man an die anstehende Neuordnung der Grundschullandschaft denke, merkte er dennoch etwas bissig an.

Bernhard Diel, FDP, plagen noch Personalsorgen. „Wir haben noch nicht alle Kandidaten, die wir benötigen“, sagte der Liberale auf Anfrage. „Aber, wir sind guter Dinge. Das wird.“ Inhaltlich setze man auf die bewährte Arbeit der vergangenen Jahre, auf die auch das neue Kommunal-Team aufbauen könne. Spätestens Ende Februar „stehen unsere Ratskandidaten.“

Oliver Held, Bündnis 90/Die Grünen: „Mitte Februar werden wir unsere Kandidaten benennen. Wir verfügen über den Luxus, mehr Bewerber aufbieten zu können, als Stimmbezirke zu vergeben sind.“ Der Ratssprecher der Partei weiter: „Ich glaube, auch wir können eine gute Mischung aus bereits bewährten Kräften und Neulingen aufbieten.“ Besondere Überraschungen, was das Personal angeht, wollte Held nicht bestätigen. „Wir werden uns zur gegebenen Zeit äußern und den richtigen Zeitraum dafür finden.“

Ulrich Biroth, Ratssprecher der SdA (Soziale demokratische Alternative), frohlockte gestern regelrecht: „Wir können bereits jetzt 16 Kandidaten benennen und damit alle Wahlkreise mit Wahlvorschlägen versehen.“ Auf die Frage, warum der Wähler sein Kreuzchen bei der Wählergemeinschaft machen sollte, sagte Biroth: „Wir hatten noch nie eine unabhängige Wählergemeinschaft in Altena und werden unseren Sachverstand wie bisher für die Stadt in alle relevanten Entscheidungen einbringen.“ Als Schwerpunkte künftiger Arbeit im Rat nannte er den Kindergarten- und Schulbereich, die personelle Ausstattung der Verwaltung und das Schützen von erhaltenswerten Serviceangeboten für den Bürger. In Zeiten von Nothaushalten und dem Spar-Diktat von Land und Bund werde die SdA „auf jeden Fall zum Beispiel mit allen Mitteln für den Erhalt der Stadtbücherei kämpfen“, kündigte er an.

Tanja Jäker organisiert im Rathaus mit ihrem Team den Super-Wahltag im Mai. Dann werden Rat, Kreistag, Bürgermeister, Landrat und eventuell ein Bürgerentscheid zur Neuordnung der Schullandschaft und die Europawahl stattfinden. Zurzeit laufen bereits die Vorbereitungen. Dazu gehört das Finden von Wahlhelfern ebenso wie das Drucken der Wahlbriefe, Wahllisten und weiterer Unterlagen. Ob der Europa-Wahlzettel wieder über einen halben Meter lang sein wird, steht noch nicht fest.

Von Johannes Bonnekoh

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