Die Vorzeigestraße der ABG heißt Mozartstraße

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Mit diesen beiden fing alles an: Peter Zoernack (links) hat ein Farbkonzept für die Häuser an der Mozartstraße entwickelt. Mit ABG-Vorstand Joachim Effertz begutachtete er jetzt dessen Umsetzung.

Altena - Wenn Jochim Effertz seinen Geschäftspartnern etwas bieten will, dann fährt er sie zum Breitenhagen. Auf die Aufwertung des Baugesellschaft-Bestandes an der Mozartstraße, die schon von seinem Vorgänger Rolf Beitz in den Stiel gestoßen wurde, ist er nämlich besonders stolz.

Von Thomas Bender

30 Häuser mit rund 200 Wohnungen besitzt die ABG in der Straße unterhalb des katholischen Friedhofs. Hinzu kommen Garagenhöfe und der schönste Spielplatz des Unternehmens.

2004 wurde damit begonnen, den Wohnungsbestand konsequent aufzuwerten. 4,7 Millionen Euro seien seitdem investiert worden, hat ABG-Architekt Jörg Hammerschmidt ausgerechnet. Das entspricht mit weit über 20.000 Euro pro Wohnung überschlägig gerechnet in etwa zwei Dritteln der Mieteinnahmen.

„Das reichte vom neuen Außenanstrich bis zur energetischen Komplettsanierung“, schildert Hammerschmidt den Umfang der Arbeiten. Neue Bäder sind inzwischen Standard, ansonsten variiert die Ausstattung.

Das führt dazu, dass die ABG ganz unterschiedliche Wohnungen anbieten kann und an der Mozartstraße für fast jeden Geldbeutel etwas zu finden ist – die Kaltmieten reichen von unter vier bis fast sechs Euro pro Quadratmeter.

„55 der Wohnungen hier sind komplett saniert“, weiß Hammerschmidt. Ein bisschen experimentiert wurde dabei auch: Eins der Häuser bekam Solarzellen aufs Dach, woanders produziert ein Blockheizkraftwerk neben Strom auch Wärme.

"Das wird hier sehr gut angenommen"

„Wir betrachten diese Straße als konsolidiert“, bemüht ABG-Chef Effertz einen Begriff aus der Wohnungswirtschaft und will damit sagen, dass nicht mehr viel zu tun ist.

Dass sich die Investitionen gelohnt haben, zeigt ein Bummel über die Mozartstraße: Die Zahl der leeren Fenster geht zurück, weil immer mehr Menschen sich für eine Wohnung an der Mozartstraße entscheiden. „Das wird hier sehr gut angenommen“, freut sich Effertz.

Obwohl Effertz bei seinem Amtsantritt im Jahr 2010 sozusagen in ein laufendes Modernisierungsprogramm einstieg, gelang es ihm doch noch, einen eigenen Akzent zu setzen – und zwar einen, der besonders auffällt: Die Häuser an der Mozartstraße zeigen Farbe.

Farbdesigner entwickelte ein Konzept

Und das nicht irgendwie, sondern mit System: Er hat den Farbdesigner Peter Zoernack aus der niedersächsischen Kleinstadt Dassel damit beauftragt, ein Farbkonzept für die Mozartstraße zu entwickeln.

Die Umsetzung der Farb-Pläne geht inzwischen dem Ende entgegen, die von Zoernack entworfenen Anstriche heben sich deutlich und durchaus auch wohltuend von denen ab, die bei der Baugesellschaft bisher üblich waren.

Nicht bunt, sondern farbig seien die von ihm gestalteten Häuser – darauf legt Zoernack großen Wert. Wenn er über seine Arbeit spricht, dann redet er sich schnell in Rage.

Jedem Haus seine eigene Identität

Er berichtet dann davon, wie verschiedene Abstufungen von Komplementärfarben die Flächen der Häuser gestalten, wie durch „Farbpausen“ Ruhepunkte für das Auge geschaffen werden und wie unterschiedliche Farbigkeiten der Hauseingänge jedem Haus seine eigene Identität gibt – für Effertz ein ganz wichtiger Punkt: „Mir geht es darum, in die Häuser eine gewisse Individualität hineinzubringen“.

Sein Farbdesigner geht aber noch einen Schritt weiter – für ihn ist Farbe auch ein wichtiges Mittel, um Häuser in ihrer Umgebung zu positionieren, also sie in Bezug zur Nachbarbebauung, aber auch zur angrenzenden Natur zu setzen.

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