Intitute: Phishing-Mails einfach zu erkennen

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Vorsicht bei Onlinebanking.

Altena -  „Es gibt nichts, was es nicht gibt“ – Markus Trapp, bei der Sparkasse für das Onlinebanking zuständig, hat schon die absonderlichsten Versuche erlebt, an das Geld der Kunden zu kommen. Etwa die Hälfte der Konten wird inzwischen (auch) online geführt – eine Verlockung für Betrüger aller Art.

„Onlinebanking ist und bleibt sicher“, lautet Trapps Botschaft. Aber: Es kommt auch auf den Kunden an – wer im Umgang mit Pin und Tan leichtsinnig ist, muss sich nicht wundern, wenn sein Geld plötzlich auf fremden Konten landet.

Quell allen Übels sind fast immer so genannte „phishing-mails“, mit denen Kunden dazu gebracht werden sollen, Daten preiszugeben. Eigentlich sind die ganz einfach zu erkennen: Wenn denn überhaupt jemand elektronische Post von der Sparkasse bekommt, dann steht im Absender immer der Name des zuständigen Sachbearbeiters – und der schreibt an Herrn Müller oder Frau Meier und niemals an „sehr geehrter Kunde“. Außerdem werde kein Geldinstitut jemals seine Kunden auffordern, die Zugangsdaten zu seinem Konto in irgendeiner Weise preiszugeben, betont Trapp – „keiner unserer Mitarbeiter kennt die Pin eines Kunden. Er will und darf sie auch gar nicht wissen“.

Mit etwas Vorsicht laufen die massenhaft kursierenen phishing-mails also ins Leere. Was aber, wenn doch mal ‘was passiert? Dann empfiehlt der Sparkassen-Experte, sich umgehend zu melden. Das kann rund um die Uhr unter der Telefonnummer 116116 erfolgen. Übrigens: Im Rechenzentrum der Sparkasse sind weitere Schutzmechanismen geschaltet. Über Details schweigt Trapp sich zwar aus, verrät aber immerhin, dass dort vollautomatisch nach auffälligen Kontobewegungen gesucht werde.

Wichtig sei auch, dass der Rechner des Kunden auf dem neuesten Stand ist, sagt Trapp – „Windows XP ist für Privatanwender einfach nicht mehr sicher“. Die Firewall sollte immer aktiv und eine Virenschutz-Software installiert sein – regelmäßiges Update natürlich eingeschlossen.

Anfällig für Betrugsversuche sind übrigens auch Kreditkarten: Alle zum Beispiel für Onlinekäufe notwendige Angaben sind darauf problemlos zu lesen. „Deshalb sollte man die Karten niemals aus den Augen lassen“, warnt Trapp. - von Thomas Bender

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