Reflektoren schützen vor Wildunfällen

Jäger, Eigentümer, Straßen.NRW, Sponsoren: Am Kohlberg hat der Erfolg viele Mütter und Väter. Walter Droste präsentiert einen der Reflektoren. -  Foto: Bender

Altena - Um die 20 Wildunfälle beklagten Polizei, Jagdgenossenschaft und Pächter im letzten Jahr auf der L698, zwischen der Firma Schmale und dem Wanderparkplatz oberhalb des Kohlberghauses. „Wenn nur einer davon verhindert wird, hat sich die Sache schon gelohnt“, sagte am Donnerstag Andreas Opitz von der Provinzial-Versicherung. Er sponserte 150 Wildwarnreflektoren, weitere 30 stellte die Herstellerfirma Plastimat zur Verfügung. Vom Ortsausgang bis zum Wanderparkplatz sind sie bereits installiert, im Bereich Fuhleck wird das in Kürze erfolgen.

Danke sagten die Jäger Dorothee Ossenberg-Engels und bei der Vorstellung nicht nur den Sponsoren, sondern auch Straßen.NRW unter der Gebietsleitung von Dirk Spieler. Dieser hatte nicht nur auf völlig unbürokratischem Wege den behördlichen Genehmigungsprozess verkürzt und vorab die Mitbenutzung der Leitpfosten gestattet, sondern auch die Anzahl der Leitpfosten auf dem Streckenabschnitt innerhalb von drei Wochen fast verdoppelt.

Erfahrungsberichten nach reduzieren die blauen Reflektoren Unfälle mit Wild bis zu 64 Prozent. Die Funktionsweise: Die Scheinwerfer vorbeifahrender Autos erzeugen einen „optischen Warnzaun“, der in den Wald strahlt. Durch die blauen Lichtreflexe wird das Wild gestört und flüchtet. Wenn keine Fahrzeuge die Straße passieren, kann das Wild ungefährdet über die Straße wechseln.

„Ausschließlich darauf verlassen, sollte sich auch zukünftig kein Fahrzeugführer, sondern gerade in bewaldeten Gebieten vorausschauend und mit angesessener Geschwindigkeit fahren“, bittet die Jägerschaft. Sie will sich jetzt noch dafür einsetzen, dass Schilder auf den häufigen Wildwechsel auf dieser Strecke hinweisen – das muss der Kreis als Straßenverkehrsbehörde genehmigen.

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Wildunfall kommen sind Autofahrer verpflichtet, die Polizei zu rufen. Sie zieht dann die Jagdpächter, die angefahrene Tiere von ihrem Leiden erlösen oder nach verletzten Tieren, die in den Wald geflüchtet sind, suchen.

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