Vorbild Realschule

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Strahlende Gesichter an der Richard-Schirrmann-Realschule: Die Schule wurde jetzt als „Berufsorientiere Schule“ zertifiziert und gilt als modellhaft über die Stadt und Region hinaus. J

ALTENA ▪ Darauf dürfen die Verantwortlichen der Richard-Schirrmann-Realschule und der Förderschule am Drescheider Berg stolz sein. Bei der 4. Wettbewerbsrunde zur „berufswahlorientierten Schule“ im Märkischen Kreis wurden beide Einrichtungen neu zertifiziert. Von Johannes Bonnekoh

Bei einem Festakt in der agentur mark erhielten beide Schulen für ihre „überdurchschnittlichen berufs- und studienwahlvorbereitenden Maßnahmen“ das Zertifikat, das jetzt bis zum Jahr 2014 gilt. An der Wettbewerbsrunde hatten sich insgesamt 17 Schulen beteiligt.

Richard-Schirrmann-Schulleiter Heribert Hartel freute sich besonders über die Begründung der unabhängigen Jury, die nach umfangreichem Audit in seinem Haus feststelle: „Uns wurde eine sehr deutliche und nachvollziehbare Verzahnung mit unseren Partnern aus der Wirtschaft attestiert.“ Die Realschule sei als Musterschule vorgestellt und belobigt worden, unter anderem auch, „weil wir eine 100-prozentige Abschlussquote der Schulabsolventen vorweisen können.“ Überzeugt habe die Jury zudem „die Einbindung der Elternschaft und die Vielfalt der unterschiedlichen Kooperationspartner.“ Laudator Torsten Oeser habe deshalb die „in allen Belangen als ausgezeichnet und überdurchschnitt gut“ bewertete Richard-Schirrmann-Realschule als „Wissenstransfer-Schule“ in der Region ins Gespräch gebracht. Hertel betonte, wie wichtig es dem Kollegium sei, auch nach dem Schulbesuch weiter Kontakt zu den Absolventen zuhalten. Die Auszeichnung bedeute jetzt, „noch besser zu werden“. Fachlehrerin Sabine Manzel, die mit Kollegin Anja Schaube und Dr. Ralf Erhardt sowie Dieter Langenbach für das Projekt verantwortlich ist, berichtete von weiteren Plänen. So will die Schule eine Berufswahlmesse ausrichten (besonderer Schwerpunkt Eltern) und auch die Einrichtung eines Berufsorientierungsbüros mit dem Viereck Lehrer-Schüler-Eltern-Wirtschaft einrichten.

Heribert Hertel ist besonders froh, von neutraler Stelle eine Art „Alleinstellungsmerkmal“ erhalten zu haben und bekam klare Schützenhilfe von verschiedenen Kooperationspartnern. Ob Christian von der Crone (Lüling), Jens Echterhage (VDM ThyssenKrupp), Markus Giese (Künne-Gruppe) oder Stefan Szkudlapski (netzwerk Draht): Sie alle dankten für die exzellente Arbeit, die auch in Zukunft unverzichtbar sei. „Wir brauchen diese Schüler. Wir brauchen jeden!“ Diese kontinuierliche Entwicklung „macht uns Spaß, denn beide Seiten profitieren davon.“

Kritische Anmerkungen gab es in Richtung künftiger Sekundarschule von den Firmenrepräsentanten. Es dürfe hier künftig keine Abweichungen nach unten geben. Das hohe Ausbildungspotential müsse auf jeden Fall gehalten werden.

Träger des Qualitäts-Siegels sind die agentur mark in Kooperation mit den Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr, Lüdenscheid, und dem Kreis Junger Unternehmer Iserlohn. In der märkischen Region wurde es in diesem Jahr erstmals vergeben.

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