Vorbereitungen für Hochwasser getroffen

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Da ist ganz schön was los im Lennebett, und viele wollen es sehen: Bei normalem Wasserstand kommen 35 Kubikmeter Wasser in der Sekunde hier durch. Gestern waren es mit 165 Kubikmetern pro Sekunde mehr als das Vierfache. –

ALTENA – Die Lenne ist zum großen, starken Fluss geworden, der auch mal mächtige Baumstäumme von acht Metern Länge in Richtung Nachrodt trägt. Seit vier Uhr in der Nacht zum Freitag war der Pegel von 2,20 Meter leicht auf zwei Meter gefallen, um dann gegen 11 Uhr am Freitagvormittag rasch wieder auf 2,25 Meter zu steigen.

Beim Regierungspräsidium Arnsberg geht man davon aus, dass „der maximale Wasserstand vorläufig erreicht ist“, so Sprecherin Julia Beuerlein am Freitag.

Für Samstag aber sind leichtere Regenfälle vorhergesagt, für Sonntag noch einmal deutlich stärkere. Sollte die Lenne dann über die Ufer treten, fällt der für Montag vorgesehene Startschuss des zweiten Bauabschnitts Lenneuferstraße im eigentlichen Sinne des Wortes ins Wasser. Weil bereits am Freitagabend erstmals Wasser aus Einlaufschächten im fertiggestellten Abschnittl ief, hatte das Ordnungsamt vorsichtshalber eine Sperrung der ersten beiden Parkabschnitte veranlasst. Beim Bauhof, wo man sich schon über die Aufhebung der Winterdienst-Bereitschaft gefreut hatte, musste nun eine Hochwasserbereitschaft eingerichtet werden. Sechs Kräfte stehen auf Abruf bereit, wenn es der Lenne zu eng wird in ihrem Bett. Ob deren Einsatz notwendig wird, entscheidet sich im Ordnungsamt. „Wir arbeiten auf Zuruf“ so Straßenmeister Detlef Kalupka.

Wegen der Neugestaltung der Lenneuferstraße müssen die städtischen Kräfte erst wieder Erfahrungswerte sammeln, wie sich die Pegelstände auswirken – und wann das Wasser kommt. –tk

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