Deutlich mehr Briefwähler: Die Situation in Altena und Nachrodt

Die Zahl der Briefwähler steigt in diesem Jahr deutlich an.
+
Die Zahl der Briefwähler steigt in diesem Jahr deutlich an.

Die Bundestagswahl steht kurz bevor. Spätestens am 26. September sollte jeder Wahlberechtigte seine Kreuzchen setzen. Viele Wähler in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde haben dies schon getan:

Altena/Nachrodt – Die Verwaltungen merken – wie bundesweit – einen spürbaren Anstieg der Briefwähler.

So viele Personen sind wahlberechtigt?

In Altena sind insgesamt 12 794 Personen wahlberechtigt. In Nachrodt-Wiblingwerde können bei der Bundestagswahl 4761 Personen ihre Stimme abgeben.

Wie viele Briefwähler gibt es bislang?

Die Zahl der Briefwähler steigt in diesem Jahr deutlich an. Es haben bereits jetzt 4571 Personen aus Altena (also über 35 Prozent) Briefwahl beantragt. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten insgesamt 3385 Bürger per Post gewählt. Allerdings: Die Stadt hatte für dieses Jahr zunächst rund 6000 Briefwähler eingeplant. Diese Erwartung konnte jedoch etwas heruntergesetzt werden: „Derzeit gehen wir von circa 5000 bis 5500 Briefwählern aus“, sagt Tanja Jäker, im Rathaus für die Wahl zuständig.

Auch in Nachrodt haben sich 2021 viele für die Briefwahl entschieden: 1798 Personen haben bislang Briefwahl gemacht. Das sind über 37 Prozent aller Wahlberechtigten. Die Gemeinde geht derzeit von insgesamt 2200 Briefwählern aus.

Warum ist die Briefwahl so beliebt?

Die Vorteile einer Briefwahl sind vielfältig. Gerade wegen der Corona-Pandemie nutzen viele die Briefwahl, um persönliche Begegnungen in einem Wahllokal zu vermeiden. Für die jeweilige Verwaltung erhöht sich zwar der Arbeitsaufwand. Dafür sei aber die Planbarkeit des Wahlgeschäfts deutlich besser, sagt Benjamin Rottmann von der Verwaltung in Nachrodt-Wiblingwerde . Ein weitere Grund für viele, ihre Stimme per Brief abzugeben: Sie sind flexibler und müssen am 26. September keine Zeit für den Besuch im Wahllokal einplanen.

Ist der Anstieg der Briefwähler nur auf Corona zurückzuführen?

Die Briefwahl ist in diesem Jahr beliebt wie nie. Liegt der Anstieg nur an der Pandemie? Schon vorher zeichnete sich bei den Briefwahlen ein Trend ab: „Es fand von Wahl zu Wahl immer ein Anstieg der Briefwähler statt, sodass ich auch in der Zukunft davon ausgehen werde“, sagt Jäker. Auch Rottmann ist sicher, dass dieser Trend auch nach Corona fortbestehen wird.

Wie viel Personal braucht es für einen reibungslosen Ablauf der Wahl?

In Altena wurden aufgrund des Anstiegs der Briefwähler mehr ehrenamtliche Wahlhelfer organisiert. Insgesamt sind 167 Personen in den Wahllokalen und als Briefwahlvorstände im Einsatz. Im Rathaus arbeiten zwei Mitarbeiter, die unter anderem für die Bundestagswahl zuständig sind. Zeitweise wurde das kleine Team für die Bearbeitung der Briefwahlunterlagen mit Personal aus anderen Abteilungen aufgestockt.

In Nachrodt wurde auch personell aufgestockt. Dort gibt es einen zusätzlichen Briefwahlvorstand mit sieben Wahlhelfern. In der Verwaltung sind wie die Jahre zuvor zwei Personen zuständig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare