Vollsperrung und Ampeln: Diese Baustellen begleiten den Sommer

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Warten vor der roten Ampel: Bis ins kommende Frühjahr hinein wird sich die Baustelle an der Westiger Straße halten.

Altena - Straßenbaustellen werden die Altenaer und den Verkehr von außerhalb durch die Sommerferien begleiten. Besondere Umständen herrschen dabei auf der Bundesstraße B 236 am Ortsausgang in Richtung Werdohl. Dort wird die sogenannte Südwestfalenleitung erneuert, eine Ferngasleitung, die der Firma Open Grid Europe GmbH (OGE) gehört. Dafür ist eine Vollsperrung notwendig.

Zwischen Lennestein und der Brücke zum Winkelsen verläuft der erste Bauabschnitt, es schließt sich Teil zwei in Richtung Stortel an. Bewährt hat sich trotz der Einschränkungen eine Regelung, nach der Anwohner die Baustelle zwischen 18 und 8 Uhr sowie an den Wochenenden mit einer Ampelregelung durchfahren können. Auch für den zweiten Bauabschnitt, der um einiges länger ist, ist nun eine solche Ampellösung vorgesehen. Das bestätigt Helmut Roloff, ein Sprecher der OGE, der die Leitung gehört.

Der zweite Bauabschnitt soll Mitte Juli beginnen, berichtet Andreas Lehmann, ein weiterer OGE-Sprecher. Im Bauabschnitt 1 komme man unterdessen ganz gut voran, berichtet Helmut Roloff. Dazu trage auch bei, dass es coronabedingt weniger Verkehr gibt und dass zum 29. Juni die Schulferien ins Haus stehen.

Eine Pause gibt es derzeit in der Nette, wo im Auftrag der Westnetz eine Gasleitung zur Firma Eksi erneuert wird. Die Baustelle erstreckte sich seit dem 23. März zwischen der Einmündung Kronenstraße und reicht derzeit etwa bis zum Haus Bachstraße 22. Im Moment herrscht hier freie Fahrt. Aber: Ein Lückenschluss steht noch ins Haus. Die Leitung muss durch den Engpass am Café Ko in Richtung Kreisverkehr geführt werden – dort werden die Rohre an eine weitere, durch die Linscheidstraße laufende Westnetz-Leitung angeschlossen. Dazu muss die Strecke zwischen Sparkasse und Fritz-Berg-Brücke voraussichtlich gesperrt werden. Busse und Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst sollen aber jederzeit passieren können. Ab wann dieses letzte Teilstück verlegt wird, ist derzeit noch nicht klar: „Wir warten noch auf eine Genehmigung von Straßen.NRW“, sagt Westnetz-Pressesprecherin Julia Snelinski.

Nicht um Gas, sondern um Entwässerung ging es bei einer Baumaßnahme im Bereich Wulferschlaa in Evingsen. Um eine Überlastung der Kanäle bei Starkregen zu verhindern, sah der Gebietsentwässerungsplan für diesen Bereich seit Jahren den Bau eines Regenrückstauraums vor. In der Wulferschlaa konnte er nicht gebaut werden, denn die weist ein zu starkes Gefälle auf. Die Waldbergsley ist dagegen beinahe eben und deshalb für den Stauraum gut geeignet. Aus diesem Grund wurde ein sogenanntes Trennbauwerk eingezogen und der Stauraum in die Wulferschlaa verlegt, erläutert Marcus Woschée, Ingenieur beim Abwasserwerk.

Auf einer Länge von 65 Metern wurden Rohre mit einem Durchmesser von 1,80 Metern verbaut und mit dem durch die Wulferschlaa laufenden Kanal verbunden. 165 Kubikmeter Wasser kann die Anlage jetzt im Fall eines Starkregens zurückhalten. Das Abwasserwerk hat rund 450 000 Euro investiert. Die Arbeiten seien Anfang des Monats abgeschlossen worden, berichtet Woschée.

Wechselt der Blick auf die Westiger Straße, so kann vom Ende der Bauarbeiten noch lange nicht die Rede sein – eher hat man gerade erst angefangen, präzise am 2. Juni. Im Bauabschnitt eins, Richtungsfahrbahn Evingsen, ist eine Bauzeit von rund zwei Monaten veranschlagt, berichtet Marvin Berg, bei der Stadt Altena zuständig für Straßenbauangelegenheiten. Von der Einmündung Giershagener Weg arbeitet man sich in Richtung Evingsen voran. Insgesamt wird es sechs Bauabschnitte geben; der letzte davon erreicht die Einmündung Heimecke. Der Verkehrsfluss, befindet Marvin Berg, gestalte sich an der Baustelle besser als erwartet.

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