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Vollsperrung von A45-Umleitung: Verkehrschaos an unerwarteter Stelle

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Von: Thomas Bender

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Zwei Jahre schon dauert die Erneuerung der Ihmerter Ortsdurchfahrt. Wegen der B 236-Sperrung in Nachodt kommt es dort regelmäßig zu langen Staus.
Zwei Jahre schon dauert die Erneuerung der Ihmerter Ortsdurchfahrt. Wegen der B 236-Sperrung in Nachodt kommt es dort regelmäßig zu langen Staus. © Thomas Bender

Großes Chaos werde die Folge der Vollsperrung der B 236 in Nachrodt sein. Darüber waren sich im Vorfeld alle einig. Sie sollten recht behalten – allerdings findet das Chaos ganz woanders statt als erwartet.

Altena – Besonders betroffen ist der Bereich zwischen Evingsen und Ihmert. Während die nur für Anlieger freigegebene, innerörtliche Umleitung über die Nachrodter Ehrenmalstraße einigermaßen funktioniert, kommt es auf der „großen“ Umleitung vor allem zu den Stoßzeiten regelmäßig zu erheblichen Problemen. Die U 11 führt zunächst durch die Nette – dort hat die Stadt mächtig Gas gegeben, um die Baustelle zwischen Nedschroef und Finkernagel rechtzeitig fertigzustellen.

Dann geht es durch Evingsen. Wenn es schlecht läuft, fängt das Problem schon am dortigen Ortsausgang an. Bis zum Kalkofen staue sich der Verkehr teilweise zurück, berichten genervte Autofahrer in den sozialen Medien. AK-Leser Detlef Kaemper schreibt: „Ich habe diese Woche einmal eine gute halbe Stunde gebraucht, um durch Ihmert zu kommen“.

Stephan C. Hübenthal relativiert das: „Probleme gibt es nur im Berufsverkehr“, sagt der Inhaber der Firma Itex, die ihren Sitz in Evingsen und einen weiteren Standort in Ihmert hat. Dementsprechend oft ist der Unternehmer zwischen den beiden Orten unterwegs – meistens ohne größere Probleme, berichtet er.

Grund für die zeitweise sehr langen Staus ist die Erneuerung der Ihmerter Ortsdurchfahrt, die sich schon seit zwei Jahren hinzieht und die im Moment dazu führt, dass es in Ihmert gleich mehrere Ampelstrecken gibt.

Die erste Ampel steht aus Richtung Altena gesehen in Höhe der ehemaligen Gaststätte Tütebelle, die zweite regelt den Verkehr in Höhe des kleinen Ihmerter Dorfplatzes, wo die U 11 nach links in Richtung Kesbern abbiegt. In den sozialen Netzwerken wird vielfach moniert, dass die Grünphase dieser Ampel für aus Richtung Evingsen kommende Fahrzeuge viel zu kurz sei.

„Es ist einfach nur noch zum Kotzen. Ich pendele jeden Tag zwischen Hemer und Lüdenscheid und verbringe einen großen Teil meiner Freizeit im Auto. Es ist ja alles verstopft und die Stimmung auf der Straße wird immer genervter“, schreibt eine Autofahrerin in einer Hemeraner Facebook-Gruppe. „Ich fahre jetzt seit zehn Jahren schon über Ihmert. Stau mal mehr, mal weniger, aber das ist jetzt die Krönung“, heißt es an anderer Stelle. Und auch die Dauer der Bauarbeiten in Ihmert wird thematisiert.

Michael Pütthoff aus Altena schreibt: „Ich fahre die Strecke zweimal am Tag und wundere mich seit Jahren, wie lange die Baufirma für zwei Kilometer Straße braucht“. Genervt sind neben den Autofahrern und den Anwohnern auch all diejenigen, die die MVG-Linie 33 nutzen, die von Altena über Evingsen nach Hemer führt. Auch deren Fahrplan kommt wegen der Baustelle regelmäßig aus dem Takt.

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