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Vollsperrung der B236: „Katastrophale Auswirkungen“ - Geld soll keine Rolle spielen

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Strecke durch Nachrodt ist seit der A45-Sperrung eine beliebte Ausweichroute – sowohl für privaten als auch für gewerblichen Verkehr.
Die Strecke durch Nachrodt ist seit der A45-Sperrung eine beliebte Ausweichroute – sowohl für privaten als auch für gewerblichen Verkehr. © Fischer-Bolz, Susanne

Es kommt immer dicker: Erst die Vollsperrung der A45, nun soll auch die B236 zusätzlich gesperrt werden. Im Altenaer Hauptausschuss fanden Politiker klare Worte.

Altena – Dass die geplante Vollsperrung der B236 in Nachrodt kein bedauernswerter Kummer einer einzigen kleinen Gemeinde ist, sondern eine Katastrophe für das gesamte Lennetal, versteht sich von selbst. Und so wurde auf Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen auch im Altenaer Hauptausschuss genau darüber gesprochen. „Alle Parteien, egal welcher politischer Couleur, DGB, SIHK, IHK, Kreishandwerkerschaft sind da dran. Wir wissen alle, dass die Sperrung katastrophale Auswirkungen auf die gesamte Region haben wird, wenn die Straße für Monate gesperrt werden sollte“, sagt Bürgermeister Uwe Kober.

Er steht im engen Austausch mit seiner Amtskollegin Birgit Tupat und nimmt auch der Besprechung teil, zu der Straßen.NRW für den 3. März einlädt. Im katholischen Vereinshaus in Nachrodt ist dann vormittags ein Austausch mit Bürgermeistern, Politikern und Unternehmern geplant, um die Situation vor Ort zu erläutern. Der Landesbetrieb möchte die Maßnahmen vorstellen und auch zu Alternativvorschlägen Stellung nehmen. Bauunternehmer aus Nachrodt-Wiblingwerde hatten eine Fahrbahnverbreitung zur Lenne vorgeschlagen, um eine Vollsperrung zu vermeiden.

Vollsperrung der B236: Geld soll keine Rolle spielen

Dass Dr. Petra Beckefeld, technische Direktorin des Landesbetriebs, auch nach Nachrodt kommt, begrüßt Uwe Kober sehr. „Frau Dr. Beckefeld ist eine sehr fähige Frau, die durchaus Probleme sieht und versucht, sie pragmatisch zu lösen“, sagt Uwe Kober. Er hatte mir ihr häufiger zu tun, als es um die B 236 Richtung Werdohl ging. Irgendwie müsse man es hinkriegen, dass eine Vollsperrung der Bundesstraße durch das Nachrodter Nadelöhr verhindert werden könne.

„Da darf auch Geld keine Rolle spielen“, findet Uwe Kober. Dass das nicht einfach werde, sei klar. „Unternehmer und Spediteure drehen am Rad. Es trifft uns alle, vom kleinem Einzelhändler bis zum großen Unternehmen“, weiß Uwe Kober nur zu gut. Mittlerweile sei das Problem aber auch in Berlin angekommen.

Die ständigen Staus aufgrund der Baustellensituation rauben dem Betreiber einer Tankstelle längst den letzten Nerv und bei einer kompletten Sperrung der B236 auch den letzten Cent

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