Mit Vollgas in die Fritz-Thomeé-Straße rauf

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Geblitzt wurde gestern vor der Burg.

ALTENA - Rund drei Stunden „visierten“ gestern zwei Polizeibeamte Auto- und Zweirad-Fahrer auf der Fritz-Thomeé-Straße mit der Laserpistole an. Und nicht wenige fuhren deutlich schneller, als die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde.

„Es gab immer wieder Beschwerden, dass es Fahrzeugführer gibt, die mit dem Bleifuß hoch zur Burg fahren“, sagt Rainer Hoffmann vom Ordnungsamt. Deshalb handelte er. Genau eine Woche lang wurde rund 30 Meter vom Friedrichsthor entfernt verdeckt ein mobiles Geschwindigkeits-Messgerät installiert. „Wir haben von dienstags bis dienstags gemessen und so auch ein Wochenende abgedeckt.“ Was der Computerchip dann aufzeichnete, verblüffte aber den erfahrenen Verkehrsexperten.

„Unter den rund 4 500 Fahrzeugbewegungen, die erfasst wurden, gab es nicht wenige, die erheblich zu schnell gefahren sind.“ Die Krone setzte ein Verkehrsteilnehmer dem Erfassungsgerät auf: „Er ist mit 80 km/h den Burgberg hinauf gejagt. Wie das geht, weiß ich nicht, besonders, weil es ja kurz vor dem Friedrichs- thor fast rechtwinkelig auf die Klusenstraße abgeht“, sagt Hoffmann.

Ausschließen kann der Verwaltungsmitarbeiter, „dass es sich bei diesem Raser um den Fahrer eines Einsatzfahrzeuges gehandelt hat. Das haben wir überprüft.“ Immer wieder gab es im Ordnungsamt Klagen ob des Verhaltens auf der Fritz-Thomeé-Straße, die als so genannte „unechte Einbahnstraße“ geführt wird. Damit ist gemeint, dass Anwohner, die eine Garage oder einen Stellplatz an der Straße haben, sehr wohl den Burgberg Richtung Innenstadt hinunterfahren dürfen, obwohl das anderen Verkehrsteilnehmern nicht erlaubt ist.

Hoffmann mutmaßt, dass unter den 4 500 Fahrzeugbewegungen, die in der Woche gemessen wurden, auch viele heimische Pendler waren. Denkbar wäre für ihn, dass sich „einige den Weg in die Nette abkürzen wollen.“

Welche Konsequenzen jetzt aus der Raserei am Burgberg zu ziehen sind, kann Hoffmann noch nicht abschließend sagen. Denkbar wären - wie gestern - verstärkte Polizeipräsenz und auch eine Veränderung der Beschilderung.

Anfang September wird Hoffmann auf Grund einer Anwohnerbeschwerde übrigens wieder aktiv. Dann misst er verdeckt das Verkehrsaufkommen und die Geschwindigkeit auf dem Nettenscheid in Höhe des Höllensteiner Weges.

von Johannes Bonnekoh

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