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Volksbank setzt Wachstumskurs auch 2021 fort

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Von: Markus Wilczek

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Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes verkündete im Rahmen der Vertreterversammlung die Geschäftszahlen der Volksbank für 2021. Die Versammlung fand erstmals wieder in Präsenz statt.
Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes verkündete im Rahmen der Vertreterversammlung die Geschäftszahlen der Volksbank für 2021. Die Versammlung fand erstmals wieder in Präsenz statt. © Volksbank

Die Corona-Pandemie konnte der Volksbank in Südwestfalen bislang nichts anhaben – ganz im Gegenteil. Für 2021 vermeldete das Geldinstitut jetzt im Rahmen der Vertreterversammlung in mehreren Geschäftssparten neue Bestmarken.

Davon profitieren auch die gut 74.300 Volksbank-Mitglieder: die Dividendenausschüttung steigt auf drei Prozent. Die Versammlung fand nach zweijähriger Corona-Zwangspause erstmals wieder in Präsenzform in der Siegerlandhalle in Siegen statt.

Vorstandssprecher Karl Michael Dommes erinnerte in seiner Rede, dass mann bei der 2018 beschlossenen Fusion der Volksbank Siegerland und der Volksbank im Märkischen Kreis zur Volksbank in Südwestfalen einen klaren Anspruch formuliert habe. „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, eine kompetente und leistungsstarke Bank zu werden, die bedeutend und gestaltend in Südwestfalen wirkt, ein attraktiver und sicherer Arbeitgeber zu sein und dabei selbstbestimmt die Geschicke der Bank zu lenken. Ist es uns gelungen? Wir meinen: Ja.“

Bilanzsumme erhöht sich auf 4,3 Milliarden Euro

Die Bilanzsumme, das Spiegelbild der Gesamtaktivitäten, erhöhte sich um 5,3 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. In den vier Jahren seit der Fusion betrug der Zuwachs insgesamt 760 Millionen Euro (rund 22 Prozent). Das Kundengeschäftsvolumen, also sämtliche Kredite und Einlagen, wuchs auf rund 8,3 Milliarden Euro (+23 Prozent seit 2018). Starker Wachstumstreiber war auch 2021 das Kundenkreditgeschäft. So lag die Summe der bilanziellen Kredite Ende 2021 bei rund 2,63 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 266 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Als Hauptträger des Wachstums erwiesen sich die Kredite an Unternehmen und wirtschaftlich Selbständige. Im Firmenkundengeschäft konnte das Neukreditgeschäftsvolumen um 5,9 Prozent auf rund 380 Millionen Euro gesteigert werden.

Im Privatkundengeschäft wurden Neukredite über 295 Millionen Euro (plus 16 Prozent) vergeben. Ein kräftiger Zuwachs war insbesondere bei den Krediten für den privaten Wohnungsbau zu verzeichnen. Mit der Gründung der Immobilien-Maklertochter VR Immo Südwestfalen GmbH & Co. KG habe die Volksbank begonnen, neue zu gehen. Die Erfolge der vergangenen Jahre zeigten, dass die eigene Art des Maklergeschäftes den Kundennerv treffe, so sei man zu einem der größten Makler in Südwestfalen geworden – und möchte in diesem Bereich weiter wachsen. „Das Thema Wohnen im Alter ist ein Megathema der nächsten Jahre – dem wollen wir uns beherzt stellen“, sagte Dommes.

Wertpapiergeschäft: Deutliches Plus

Die Kundeneinlagen sind im Geschäftsjahr 2021 um fünf Prozent gestiegen, so dass sich der Gesamtbestand auf rund 2,93 Milliarden Euro erhöhte. Vor allem das Wertpapiergeschäft verzeichnete ein deutliches Plus. Der gesamte Wertpapierbestand der Kundschaft erhöhte sich um 23 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Im Mittelpunkt des Interesses der Anleger standen Investmentfonds und Anlagezertifikate. Die Volksbank gewann neue Vermögensverwaltungsmandate und 1950 neue Wertpapieranleger. Zudem wurden 3700 neue Fondsparpläne abgeschlossen.

Die Personal- und Sachaufwendungen waren gegenüber dem Vorjahr mit rund 800 000 Euro rückläufig, denn die Volksbank reduzierte über das Jahr hinweg ihre Mitarbeiterzahl. So weist das Geldinstitut für das Geschäftsjahr 2021 einen Bilanzgewinn von 4,265 Millionen Euro aus. Die Vertreterversammlung stimmte deshalb dem Vorschlag zu, an die Genossenschaftsmitglieder eine Dividende in Höhe von drei Prozent (2021: zwei Prozent) auszuschütten.

Positiver Trend soll 2022 anhalten

Auch in das laufende Jahr ist die Volksbank laut Aussage von Vorstandssprecher Dommes erfolgreich gestartet: „Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs halten wir an unseren Wachstumszielen für 2022 fest.“ Bei zu erwartenden tarifbedingten Steigerungen der Personalkosten und aufgrund von erhöhten Verwaltungsaufwendungen durch Investitionen in das Geschäftsstellennetz, kalkuliere der Vorstand mit einem Jahresüberschuss leicht unter dem 2021er-Niveau.

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