St. Vinzenz-Krankenhaus: weiterer Chefarzt an Bord

Franz Jörg Rentemeister, Dr. Jens Linderhaus, Dr. Muuther Karabeyeh, Dr. Matthias Richter und Dr. Peter Gruber (v.l.)

ALTENA - „Seit dem 1. Januar sind wir um einen erfahrenen Kollegen reicher. Wir haben die Zusammenarbeit schon schätzen gelernt“, so begrüßte Dr. Jens Linderhaus, Ärztlicher Direktor am St. Vinzenz-Krankenhaus, den neuen Chefarzt der Viszeralchirugie, Dr. Matthias Richter, am Mittwochabend im Pfarrsaal von St. Matthäus.

Richter sei ein Mann, „der nicht um jeden Preis schneidet“, fügte Linderhaus humorig an und der nicht nur eine angehm ruhige Wesensart habe, „sondern auch freitags um 16 Uhr noch Patientengespräche führt oder Fälle mit uns diskutiert.“

Betont herzlich fiel die gesamte Einführung des 59-Jährigen Arztes aus, der nach Stationen in Gießen, Siegen, Lüdenscheid und zuletzt als ständiger Vertreter des Chefarztes in Plettenberg „in der Hauptstadt des Drahtes“ so Geschäftsführer Franz Jörg Rentemeister, nun die Chirugie und die ambulante Praxis im Gesundheitszentrum verstärke. Das Krankenhaus sei dankbar, dass der neue Arzt das Behandlungs-Spektrum noch erweitere. Noch einmal unterstrich Rentemeister die enge Verzahnung zwischen Krankenhaus und Gesundheitszentrum und die gute Zusammenarbeit mit allen niedergelassenen Ärzten in der Stadt. „Wir haben eine Lücke geschlossen“, stellte er fest und dankte auch dem Vorgänger des neuen Chefarztes, Dr. Michael Strauß, für seine Bereitschaft, dem Team noch eine gewisse Zeit zur Verfügung zu stehen.

„Wir sind in Altena sicher nicht die Charité, aber die zwei, drei Prozent der Fälle, die wir nicht am Ort behandeln können, würden wir auch guten Gewissens weiter leiten. Auch das ist ein Dienst am Patienten“, stellte sich Richter selbst vor. Er sei bewusst und mit ganzem Herzen Krankenhausarzt und habe nie ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, sich nieder zu lassen.

Er habe in den wenigen Tagen am Ort nicht nur eine äußerst gute Zusammenarbeit mit den ärztlichen Kollegen kennen gelernt, sondern auch mit dem Pflegeteam und allen weiteren Kräften. Was die zum Erhalt des Hauses beitrügen und beigetragen hätten, verdiene großen Respekt. Herzlich bedankte sich Richter bei Pfarrer Ulrich Schmalenbach. Der Pastor von St. Matthäus hatte vor dem Empfang einen Wortgottesdienst gehalten, der vom Sandwichchor musikalisch umrahmt wurde und seine Predigt auf einen Absatz eines Römerbriefes gegründet, wo es heißt: „Jeder sollte auf den Nächsten Rücksicht nehmen, um Gutes zu tun.“ Schmalenbach: „Richter ist für mich ein Arzt mit christlich fundiertem Fundament.“

Ärztlicher Direktor Dr. Jens Linderhaus hatte zuvor noch einmal die Stärken des „kleinen Krankenhauses“ herausgestellt: Übersicht, absolute Patientennähe und kurze Wege. „Das sind Trümpfe, die wir ausspielen sollten.“ Das Haus liege jetzt in der Besetzung der Arztstellen „bei voller Zahl“, inbegriffen Dr. Muuther Karabeyeh (41), der Dr. Matthias Richter als Oberarzt zur Seite stehen wird. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Maria Hartel (Klavier) und Mareen Knoop (Violine.)

von Johannes Bonnekoh

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