St. Vinzenz Krankenhaus erweitert Angebot

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Dr. Matthias Giesel ist ärztlicher Leiter der neuen Abteilung des St. Vinzenz-Krankenhauses.

Altena - Drei Anästhesisten haben  im St. Vinzenz-Krankenhaus ihren Dienst angetreten – damit verfügt man an der Bornstraße nach langerer Abstinenz wieder über eine eigene Abteilung für Anästhesiologie.

Von Thomas Bender

Über 1000 Operationen pro Jahr fallen im St. Vinzenz-Krankenhaus an. Bisher wurden sie von externen Anästhesisten begleitet, jetzt hat St. Vinzenz dafür wieder eigene Fachleute. Chef des Teams ist Dr. Matthias Giesel aus Dortmund, der über interessante Zusatzqualifikationen verfügt. Er ist als Kinderanästhesist Fachmann für die kleinen Patienten der Belegärzte unter zudem Taucherarzt. Außerdem heat er Fortbildungen in den Bereichen Reise- und Tropenmedizin sowie Berg- und Alpinmedizin absolviert.

Dieses Fachwissen will er auch in seiner neuen Position nutzen: Geplant ist, am Krankenhaus eine tauchmedizinische Beratung zu etablieren. „Das ist mein Steckenpferd“, gibt der Arzt zu. Wichtig ist ihm deshalb auch, weiter aktiv bei Aquamed mitzuarbeiten – das ist eine Hotline, bei der Taucher im Notfall sofort kompetente ärztliche Beratung erhalten. Auch eine Sprechstunde für Menschen, die exotischere Reiseziele ansteuern, soll es geben – die nötigen Impfungen gleich inklusive.

Mit diesen zusätzlichen Angeboten wollen Dr. Giesel und seine Kollegen Stephan Fischer und Reinhard Hommel natürlich auch dafür sorgen, dass ihre Abteilung zusätzliche Einnahmen erzielt. St. Vinzenz-Verwaltungschef Wiese deute gestern an, dass darüber hinaus noch Gespräche mit anderen Krankenhäusern bezüglich einer Kooperation im Bereich der Anästhesie laufen. Es sei aber noch nichts spruchreif.

Hauptsächlich werden sich die drei neuen Ärzte natürlich mit den klassischen Aufgaben von Anästhesisten befassen. Dazu gehört weit mehr als die Arbeit im OP: Dr. Giesel und seine Mitarbeiter betreuen auf der Intensivstation die Patienten der Chirurgie und beraten, wenn nötig, die Internisten zum Beispiel in Fragen der Beatmungstherapie. Alle drei haben eine Zusatzqualifikation als Notarzt, können also das Notarzteinsatzfahrzeug der Feuer- und Rettungswache besetzen. Nerven- und Gefäßpunktionen führen sie aufgrund ihrer Ausbildung mit dem Einsatz von Ultraschall und damit schonender als bisher durch. Mit Methoden der Regionalanästhesie gehen sie gegen punktuelle Schmerzen vor, die Patienten beispielsweise nach größeren Operationen haben können. „Ingesamt eine deutliche Ausweitung unseres Angebotes und damit eine Bereicherung für das ganze St. Vinzenz-Krankenhaus“, sagte Wiese gestern und verriet, dass es Überlegungen zu einem weiteren, zusätzlichen Angebot gebe. Sie sind bereits soweit gediehen, dass der vierte Anästhesist fürs Krankenhaus schon in den Startlöchern steht: Dr. David Jung kommt am 1. Oktober nach Altena.

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