St. Vinzenz-Krankenhaus: „Die Kuh ist vom Eis“

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Dr. Peter Gruber, neuer Chefarzt: Es geht bergauf.

ALTENA - Wilfried Ramsbott, Vorsitzender des Fördervereins für das St. Vinzenz-Krankenhaus, findet klare Worte: „Die Kuh ist vom Eis“sagt der Apotheker mit Blick auf die Situation an der Bornstraße.

Gemeinsam mit dem neuen Chefarzt der Chirurgie, Dr. Peter Gruber, hat Ramsbot Pläne vorgestellt und einen Blick auf die Lage am Altenaer Krankenhaus geworfen. So soll der gute Brauch der Chefarzt-Vorträge fortgesetzt werden. Nach einer Unterbrechung dieser Veranstaltungsreihe wegen der Turbulenzen um das Krankenhaus hatte Jens Linderhaus diese Informationsveranstaltungen Ende April mit einem Vortrag über den Aufbau einer altersmedizinischen Abteilung wieder aufgenommen.

Jetzt tritt Dr. Stefan Gruber an, seit Juli Chefarzt an der Bornstraße. Sein Thema lautet am Mittwoch, 2. November: „Mein neues Hüftgelenk“. Der Chirurg wird dabei ab 17 Uhr in der Burg Holtzbrinck sowohl über die Indikation informieren als auch über die Durchführung des Eingriffs, über angewendete Narkoseverfahren wie auch über Wege und Methoden der Rehabilitation. Auf dem Gebiet der so genannten Endoprothetik (innen liegende Prothesen) habe sich in den letzten Jahren einiges geändert, berichtet Gruber aus der Praxis. Insbesondere der Einsatz neuer Materialien komme heute den Patienten zu Gute, die eine solche Prothese benötigen. Insbesondere Keramik-Auflagen könnten dafür sorgen, dass die Lebensdauer der Implantate heute um einiges gestiegen sei. Ging man früher von etwa 15 Jahren aus, so stehe dieser Wert heute bei 20 bis 25 Jahren.

Und Gruber konnte weitere gute Neuigkeiten berichten: So „brummt“ es derzeit auf der Ebene 2b, der Chirurgie. Nach einer spürbaren Flaute, in der es kaum oder keine Operationen gab, sieht es jetzt ganz anders aus. „Wir haben eine Überbelegung“, berichtet der Chefarzt. Die hohen Patientenzahlen würden nun auch personelle Konsequenzen haben. Das Krankenhaus plant, zwei neue Schwesternstellen zu besetzen. Die Patienten, so berichtet Gruber, kämen nicht nur aus der Burgstadt selbst. Auch aus Iserlohn oder Lüdenscheid würden sie den Weg nach Altena finden.

Auf einen ähnlichen Aufschwung wie bei den Patientenzahlen hofft auch Wilfried Ramsbott für den Förderverein: Die Querelen um die Zukunft des Hauses hätten sich zum Beispiel durchaus in der Kasse des Vereins niedergeschlagen: Habe man in guten Jahren um die 8 000 Euro an Spendengeldern einnehmen können, so seien es im letzten Jahr nur noch etwa 1 500 Euro gewesen.

vonThomas Keim

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