Intensivstation zieht zurück nach U 3

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ALTENA ▪ Es läuft gut im Krankenhaus – so gut, dass Geschäftsführer Dr. Hans-Christian Vatteroth und der ärztliche Direktor Jens Linderhaus auch über räumliche Veränderungen nachdenken müssen.

In der vergangenen Woche kündigten die beiden während einer Versammlung des Krankenhaus-Fördervereins an, dass ein Umzug der Intensivstation an ihren alten Platz unmittelbar bevorstehe. Sie war 2009 vom OP-Trakt in das dritte Obergeschoss verlegt worden, damit ging eine Reduzierung der Intensivbetten einher. Das habe sich nicht bewährt, die Abteilung kehre jetzt auf die Ebene „U3“ zurück, kündigte Linderhaus an.

Das ist nicht die einzige Änderung, die ansteht: Auch die Reaktivierung einer vor einigen Jahren stillgelegten Station ist angedacht. Das liege auch daran, dass die geriatrische Früh-Reha inzwischen gut etabliert sei, sagte Vatteroth – „Kliniken aus dem Umland weisen uns da in nennenswertem Umfang Patienten zu“. Auch unter den niedergelassenen Ärzten steige der Ruf des Altenaer Krankenhauses, sagte der Geschäftsführer. Insgesamt habe es sich bewährt, sowohl in der Inneren Abteilung als auch in der Chirurgie nach neuen Aufgabenfeldern zu suchen.

Das setzte auch Investitionen voraus. Vatteroth berichtete, dass ein Ultraschall der neuesten Generation angeschafft wurde – „ein Gerät, das man in manchem großen Klinikum nicht findet“, wie er sagte. Linderhaus bestätigte, dass es hervorragende diagnostische Möglichkeiten biete.

Im Rahmen seiner Möglichkeiten trägt auch der Förderverein dazu bei, das Krankenhaus attraktiver und leistungsfähiger zu machen. Dessen Vorsitzender Wilfried Ramsbott berichtete, dass im vergangenen Jahr rund 20000 Euro ausgegeben worden seien, unter anderem für eine Aufwachliege und so genannte Aufstehhilfen, die sowohl den Patienten als auch dem Pflegepersonal das Leben leichter machten.

Im laufenden Jahr sollen ein Patiententransporter und eine Rollstuhl-Waage angeschafft werden. Außerdem ist der Kauf von Klapptischen für das Pflegeheim geplant. Stehen dort Veranstaltungen an, muss das dafür notwendige Mobiliar bisher von der Haustechnik aus dem St. Matthäus-Pfarrsaal geholt und anschließend wieder weggebracht werden. Ramsbott wörtlich: „Die haben wahrlich Besseres zu tun.“

„Wir setzen jetzt auf Kontinuität“ – mit diesen Worten umriss Vatteroth den weiteren Kurs, den das Haus nehmen soll. Das beinhaltet auch eine personelle Veränderung: Mit dem heutigen Tag tritt Dirk Wiese in die Krankenhausleitung ein. Im Gegensatz zu Vatteroth, der auch für ein Warsteiner Haus der Deutschen Klinik-Union verantwortlich zeichnet, wird er täglich in Altena sein und sich hier um die laufenden Geschäfte kümmern.

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