Für St. Vinzenz: „Friedlich, mit Protest im Herzen“

„Verleih uns Frieden“: Rund 500 Altenaer sangen und beteten für die Rettung des Krankenhauses.

ALTENA - Während manche gestern Nachmittag um kurz vor fünf noch ahnungslos durch die Stadt schlenderten, versammelten sich Hunderte auf dem Bungernplatz. Ihr Ziel: Sie wollen ihr Krankenhaus, das St. Vinzenz, retten. Rund 500 Altenaer kamen – trotz Hitze und Fußball-WM mit dem Spiel Niederlande gegen Brasilien (2 : 1). Und es waren erstaunlich viele ältere Mitbürger auf den Beinen. Sie beteten und bildeten eine Menschenkette bis zum Markaner. Von Ilka Kremer

„Verleih uns Frieden“, so hieß das Lied, das die Demonstranten-Gemeinde sang. Denn sie alle wollen für das Krankenhaus kämpfen, aber mit Besonnenheit. Und so hatte auch das ökumenische Gebet nur friedliche Botschaften. Für die katholische Gemeinde sprachen Ulrich Slatosch und Miriam Rönnecke, für die evangelische traten Pfarrerin Merle Vokkert und Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier vor das Mikrofon. Sie baten um Gerechtigkeit, „dass der eine oder andere über seinen Schatten springt, und dass man wieder aufeinander zugeht“. Denn nur Offenheit und Transparenz könnten Verständnis dafür wecken, dass bestimmte Entscheidungen getroffen werden müssten. „Es ist nicht die Zeit zum Taktieren, sondern zum Handeln.“

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein forderte dann die Demonstranten auf, eine Menschenkette bis zum Markaner zu bilden. „Friedlich, mit Protest im Herzen.“ Die Altenaer setzten sich in Bewegung, an der Burg Holtzbrinck vorbei, „die Stadt runter“ bis zum Kreisverkehr. Dort wurde das Banner mit Weihbischof Franz Vorraths Worten installiert: „Das Bistum Essen hält das St. Vinzenz-Krankenhaus Altena für die Bevölkerung (...) für unverzichtbar (...).“

Die nächste Protest-Aktion zur Rettung des Krankenhauses ist für kommenden Freitag geplant. Alle, die sich einsetzen wollen, treffen sich um 17 Uhr an den Stadtwerken.

http://www.rettet-das-altenear-krankenhaus.de

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