Villa Borbet: Seit 20 Jahren familienhaftes Zuhause

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Martin Kunz (2.v.l.) und sein Partner Martin Ihde (r.) gründeten die Einrichtung.

ALTENA - Es war ein unternehmerisches und für die damals erst frisch verheirateten Männer Martin Kunz und Martin Ihde auch ein familiäres Risiko, das sie 1992 eingingen. Am Freitag konnten beide darauf zurückblicken, denn die Villa Borbet, eine Einrichtung für psychisch Kranke und Senioren an der Linscheidstraße, besteht seit 20 Jahren. Aus diesem Anlass gab es einen „Tag der Begegnung“ mit kleinem Unterhaltungsprogramm und – dem Wetter angepasst – viel guter Stimmung.

Elf Mitarbeiter betreuen heute hier, in einer Depandance des Kohlberghauses, 27 Männer und Frauen, „die teils auch hier alt geworden sind“, so Kunz. Neben Gesamt-Einrichtungsleiter Torsten Severing steht Krystyna Doeppner seit zwei Jahrzehnten dem Haus an der Linscheidstraße als Chefin vor.

Die Inhaber der Pflegeeinrichtungen Kohlberghaus und Villa Borbet, Martin Kunz und Jörg-Martin Ihde, lernten sich vor vielen Jahren als Pfleger in der Hans-Prinzhorn-Klinik in Hemer kennen. Gemeinsam investierten sie 1,5 Mio. Mark und gründeten in der Villa Borbet zunächst ein Seniorenheim, in dem anfangs 19 Betten zur Verfügung standen. „1994 fassten wir den Entschluss, das Haus zu erweitern und suchten nach geeigneten Räumlichkeiten,“ so Ihde. Friedrich-Ernst von Seidlitz brachte die beiden auf die Idee, doch einmal am Kohlberghaus nachzufragen.

In der Zwischenzeit war der Landschaftsverband an die beiden herangetreten mit der Bitte, doch auch Plätze für psychisch-behinderte Menschen zu schaffen. „Wir haben sofort unser Konzept geändert,“ so Ihde. „Schließlich kommen wir beide eigentlich aus der Behindertenarbeit.“

Das Wohn- und Betreuungskonzept der Villa Borbet steht heute in Altena für eine „familienhafte Wohn-Gemeinschaft“ in einem Haus mit gehobenem Wohngefühl. Die Bewohner sind in zehn Doppelzimmern und weiteren fünf Einzelzimmern auf drei Etagen untergebracht. Vor dem Haus befindet sich ein kleiner Garten, der mit gemütlichen Sitzecken zum Verweilen einlädt. Wichtig ist Gesamt-Einrichtungsleiter Torsten Severin: „Wir liegen mit der Villa Borbet zentral und nahe der Fußgängerzone. Das schätzen viele unserere Bewohner sehr.“ Die Warteliste für die Einrichtung ist lang. Es habe sich wohl herumgesprochen, welche gute Arbeit hier geleistet werde, sagte etwa Ernst-Erich Lewinksy vom Heimbeirat.

von Johannes Bonnekoh

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