Einblicke in die Jugend von Künstler Antek

Antek mit seinem Atelierkater Kuba. Foto: Hornemann

ALTENA -  Tierlieb war Antek schon immer, das hat jeder gesehen, der je an seinem Atelierschaufenster vorbeigelaufen ist und in die Gesichter fröhlicher Kühe, Schweine und Hühner geblickt hat. Auffällig sind nun die vielen Schnurrhaare und Samtpfötchen, die seine jüngste Schaffensphase dominieren. Am 14. und 15. Oktober von 17 bis 21 Uhr und von 11 bis 19 Uhr hat jeder Gelegenheit, sie anzusehen in der bekannten Vier-Wände-Ausstellung

Atelierkater Kuba, der neue Bewohner im Haus Kirchstraße 30, hat viel Dynamik in die Künstlerwerkstatt gebracht. Antek, bürgerlich Christoph Schulz, geht es mittlerweile deutlich besser. Ein schwerer gesundheitlicher Rückschlag hatte ihn vier Jahre arg zurückgeworfen und auch die Kreativität gehemmt. Mit zunehmender Besserung ist in Antek wieder viel Elan erwacht.

Seine neuen Kühe strahlen etwas Junges, Naives, Niedliches aus. Dominanter Hingucker im Innenstadt-Ausstellungsraum ist eine Serie von Kinderportraits. Jungen und Mädchen, mit wilden Haaren und fröhlichem Lachen, mal nachdenklich, mal spitzbübisch. Beim Blick auf den Zeichentisch offenbart Antek: „Ja, mein inneres Kind ist zur Zeit sehr präsent. Und es ist eine Freude, es auch in meinen Bildern wieder hervorzulocken!“ erklärt er.

Wie schon bei seinen Erwachsenenportraits steckt auch in den Kindermotiven immer ein Stück vom Künstler selbst. „Zurzeit kommen viele Eindrücke aus meiner Jugend wieder vor meinem geistigen Auge zum Vorschein. Ich hatte eine ganz reiche Kindheit. Nicht im materiellen Sinne. Aber ich war von einer tollen Familie umgeben, guten Freunden, schöner Natur. Das prägt natürlich!“

Entsprechend hat die neue Enge in der Kirchstraße an ihm genagt: Der tägliche Blick auf die Bauruine auf dem ehemaligen Parkplatz Overbeck ist nach wie vor anstrengend für Antek. „Aber ich habe aufgehört, mich zu ärgern und zu schimpfen.“

Kater Kuba trägt viel dazu bei mit seiner Neugier und Verspieltheit. Er lenkt ab und inspiriert, schärft Anteks Beobachtungsgabe.“

Sehr neckisch kommt eine Skulptur daher, die ein nacktes älteres Ehepaar zeigt, Rücken an Rücken. „Die beiden sind jahrelang zusammen, haben sich nicht mehr viel zu sagen. Aber die Nackheit gibt ihnen eine gewisse Leichtigkeit zurück“, erklärt Antek schmunzelnd.

Schiffe, Meerimpressionen, die Blumen von der Bahnhofstraße - die neue Aufbruchstimmung ist Anteks neusten Werken deutlich anzusehen. Der breiten Öffentlichkeit präsentiert sie der Künstler am 14. und 15. Oktober von 17 bis 21 Uhr, und von 11 bis 19 Uhr. Zu der Vier-Wände-Ausstellung ist jeder eingeladen, gezeigt werden zahlreiche Bilder, die von Postkarten- bis Galerieformat reichen.

Kaufen muss man sie übrigens nicht bei Gefallen: Für ein Prozent des Kaufpreises können Bilder auch monatsweise vom Künstler angemietet werden.

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