Vier Stimmen für die Liebe

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Lena Schätte hat ihr Erstlingswerk in der Hand, auf dem Tisch brennen rote Teelichter. In dem Roman geht es um „Dating zwischen Hagen und Dortmund“.

Altena  -  Das Herzklopfen ist schnell verflogen, nachdem Dana die Wohnung von Johannes betreten hat. Der Skin-Punk setzt mit der Wasserpfeife das Sofa in Brand und die einzige Gemeinsamkeit mit dem Blind-Date-Partner ist der gemeinsame Tätowierer.

Von Ina Hornemann

Doch die Odyssee geht weiter. Lena Schätte hatte sie innerhalb von drei Monaten aufgeschrieben. Ihr Roman „Ruhrpottliebe“ ist in der vergangenen Woche erschienen.

30 Gäste in der Stadtbücherei kamen am Donnerstag in den Genuss einer Lesung mit gleich vier Vorlesern. Für die Dialog-Textpassagen hatte Lena Schätte Ulrike Wagner, Ilka Kremer und Tlako Mokgadi gewinnen können – das gab der Veranstaltung eine besondere Würze.

Dating zwischen Hagen und Dortmund – gar nicht einfach, wie Lena Schätte detailliert beschreibt. Protagonistin Dana hat mit der missglückten Begegnung mit dem Punk gar noch Glück gehabt: Das Interesse aneinander fehlt auf beiden Seiten. Bei Ben ist das anders: Der mag Dana, aber sie will aus der kurzen Beziehung wieder raus. Sie will keine 08/15-Schlussmachfloskel aus der Bravo anwenden, entschuldigt sich noch höflich und kommt sich hinterher trotzdem vor „als hätte ich einen Welpen getreten“.

Marek hingegen ist zu schön, um wahr zu sein: Erfolgreich, Musiker mit toller Wohnung. Es kommt zu einer Liebesnacht, doch Dana weiß: So einem Mann rennt frau nicht hinterher. Sie löscht seine Nummer in der Hoffnung, sie erst wiederzubekommen, wenn er sich meldet.

Die von ihr geschilderten Situationen sind Lena Schätte nicht fremd, „aber sie stammen nicht aus meinem Tagebuch“, wie die Autorin erklärt. Beschäftigt sie sich nicht mit Literatur, absolviert sie eine Ausbildung zur Krankenschwester in Hagen und besucht gern Festivals und Konzerte. Letzteres klingt im Roman häufig an.

Er ist gespickt mit vielen Song-Zitaten, Hinweisen auf Bands und enthält einige Elemente von Jugendkultur. Verraten hat Lena Schätte am Donnerstag nicht zu viel: Drei Auszüge aus „Ruhrpottliebe“ wurden vorgestellt, die nicht auf das Ende hindeuten. Nur so viel sei verraten: Es gibt eine Wendung. Vielleicht ist die den ersten Käufern des Buches schon bekannt. Ihren Erstling hat Schätte natürlich vor Ort signiert.

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