130 Jahre TSE Evingsen

Wo vier Generationen turnen

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Die Nordic Walkerinnen stießen am Kuchenbüffet auf 130 Jahre an. Viele der Teilnehmerinnen kamen einst mit ihren Kindern in die Turngruppen und fanden dann eine eigene Sportart, in der sie sich dauerhaft wohlfühlten.

Altena - Die jungen Mütter, die einst mit ihren Kleinkindern an der Hand das Mutter-Kind-Turnen in der Turnerschaft Evingsen besuchten, feuern heute schon ihre Enkelkinder an. Dass vier Generationen parallel zueinander Sport treiben, ist keine Seltenheit in der TSE, die am Samstag, 9. Juli,  ihr 130-jähriges Bestehen feierte.

Renate Herberg zum Beispiel hat diesen klassischen Werdegang mitgemacht: „Ich bin von der begleitenden Mutter meiner Tochter Andrea zur begeisterten Nordic Walkerin geworden!“ schildert sie. Ihre heutige Übungsleiterin Ulrike Opitz kennt das gut: „Die TSE ist ja immer auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder eingegangen. Sie schaffte Angebote, wenn die Kinder selbstständig zum Sport gehen konnten und sorgte dafür, dass die Eltern sich danach nicht langweilen mussten.“

Dominik Wehren (r.) überbrachte im Namen der Volksbank zehn Euro für jedes Jahr des Bestehens: 1300 Euro.

Annegret Stehlgens fand durch ein akutes Problem zur TSE: „Ich brauchte eine Rückenschule und Britta Piepenstock machte eine auf. So gelangte ich als Dahlerin dauerhaft im Evingser Sportgeschehen!“ Da ist sie nicht die einzige, was aber weder für den TuS-Vorsitzenden Bruno Mück, noch für die TSE-Chefin Rita Rosse ein Problem ist: „Wir arbeiten gut zusammen und könnten uns eines Tages sogar eine erfolgreiche Kooperation vorstellen!“ Die ist aber noch lange kein Thema, denn die Turnerschaft ist gut aufgestellt. Mit der Anmietung der Turnhalle hat sie eine Mammutaufgabe übernommen, auf die alle stolz sind. Den Spendenscheck über 1300 Euro, den Dominik Wehren am Samstag im Namen der Volksbank überreichte, wird Rita Hosse natürlich in die Unterhaltung der Immobilie fließen lassen. „Das ist mein Kind und das will gut gefüttert werden!“ erklärte sie lachend.

Martin Kayser wurde zum 100-jährigen als Kassierer verpflichtet.

Der Mann fürs Wirtschaften in der TSE ist Martin Kayser. Fritz Melchers holte ihn nahezu punktgenau zur 100-Jahr-Feier von der Uni ab und sagte: „Du kannst jetzt Kassierer werden!“ Kayser fügte sich und blieb. Unglücklich ist er auf diesem Posten nicht. „Es hat nie finanzielle Katastrophen gegeben“, erklärt er. Einzig die Tatsache, dass er vor 30 Jahren fast alle Karteikarten händisch abschreiben musste, tat weh. Jener Ärger - längst vergessen! Am Samstag wurde angestoßen auf den runden Geburtstag. Hüpfburg, Frauenchor, der Film zur 100-Jahr-Feier, leckeres Essen und kühle Getränke sorgten für schöne Stunden auf dem alten Dorf-Schulhof. Und abends wurde getanzt zu Musik aus den Gründungsjahren der TSE. Da war der Charleston groß in Mode.

Die Vereinsjubilare auf einen Blick

Rita Hosse, Vorsitzende der Turnerschaft Evingsen, nutzte das 130-Jahr-Fest am Samstag, 9. Juli,  zur Ehrung der Jubilare aus den Jahren 2016 und 2017. Mit Elfriede Winkhaus und Herbert Gerdes sind zwei Mitglieder mit 70-jähriger Vereinszugehörigkeit dabei. Auf 60-jährige Mitgliedschaft blicken Manfred Gluth und Rolf Langemann zurück. 50 Jahre dabei sind Burgis Brühl, Juliane Hoinka, Karl-Wilhelm Korth, Helga Nörenberg, Edith Radix, Hella Roder, Bettina Spelsberg, Doris und Horst Vieg, Gertrud Voswinkel, Rolf Winkhaus, Angelika Hell und Andreas Sternberg. für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Günter Eirich, Wilma Freitag, Margot Korth, Thomas Junker, Dirk Kampmann, Thomas Riesenbeck und Silvia Schewell geehrt. 25-Jähriges in der Turnerschaft feiern Mariele Bandt, Marlies Bühren, Elke Gierke, Christel Grund, Klara Kreimendahl, Christel Lange, Britta Radix, Wiebke Schellenberg, Liane Tadajewski, Marcel Bernhardi, Saskia Bernhardt, Christian Brühl, Maik Bussler, Silvia Derouaux, Sigrid Florax, Mirko Gerdes, Matthias Klinke, Alexander Lüling, Irmgard Rohrsen, Björn Schellenberg, Hedy Schenke, Oliver Schildwächter und Kerstin Schmiedel-Henke.

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